Asunción: Liana Caballero, Vorstandsmitglied der Zentralbank von Paraguay (BCP), kündigte an, dass das Zahlungssystem mit der Einführung des interoperablen QR-Codes im Mai und der Einbindung von Fintechs als Zahlungsauslöser in eine neue Etappe eintritt. Zudem sprach sie über die Digitalisierung von Sparzertifikaten (CDA). Sie erklärte, dass diese Instrumente darauf abzielen, Zwischenschritte bei Transaktionen zu reduzieren, Standards zwischen den Plattformen zu vereinheitlichen und die Akzeptanz digitaler Zahlungen zu erhöhen – in einem Umfeld, in dem bisher nur etwa 80.000 der rund 300.000 Geschäfte diese Mittel nutzen.
Das Zahlungsökosystem in Paraguay steuert auf eine neue Entwicklungsstufe zu. Durch den Einsatz von Alias-Namen für Überweisungen und die Öffnung für Fintechs als Zahlungsauslöser leitet die BCP einen Prozess ein, der Reibungsverluste verringern, die Abdeckung vergrößern und die Rückverfolgbarkeit von Operationen verbessern soll.
Interoperabilität als Ziel
Laut Caballero wird einer der unmittelbarsten Meilensteine die für Mai geplante Einführung des interoperablen QR-Codes sein. Dieser ermöglicht es Nutzern, in jedem Geschäft mit verschiedenen Apps oder Wallets zu bezahlen, unabhängig vom jeweiligen Anbieter.
„Interoperabilität bedeutet, dass eine Person in ein Geschäft gehen und mit jeder beliebigen App oder jedem POS-Terminal bezahlen kann. Das ist das Ziel“, erklärte sie.
Dieser Fortschritt stützt sich auf den QR-Standard, den die BCP 2024 entwickelt hat. Er legt die technischen Bedingungen fest, damit alle Akteure des Systems mit derselben „Sprache“ operieren können. Die Implementierung soll bestehende Barrieren zwischen Plattformen abbauen und eine Marktfragmentierung verhindern.
Innovation durch das SPI
Operativ gesehen führt der QR-Code keine völlig neue Funktion ein, sondern dient als Schnittstelle, um ein bereits existierendes Werkzeug zu stärken: die Zahlungsauslöser (Payment Initiators), die Teil des 2023 eingeführten Sofortzahlungssystems (SPI) sind. „Die eigentliche Innovation gab es bereits mit dem SPI. Der QR-Code ist ein Weg, dessen Nutzung zu erleichtern, da die Akzeptanz dieser Funktion heute praktisch bei Null liegt“, so Caballero.
Ähnlich verhält es sich mit der Nutzung von Alias-Namen, die Überweisungen vereinfachen sollen. Während Nutzer früher zahlreiche Daten wie Kontonummer und Name des Empfängers eingeben mussten, erlaubt das System nun Transaktionen mit einfacheren Identifikatoren. „Wir reden hier von weniger Schritten und weniger Komplikationen. Das ist der Wandel.“
Transparenz und neue Akteure
Dieser Prozess beinhaltet auch eine strategische Komponente bezüglich der Nutzererfahrung: die Schaffung einer Identität oder Marke, um diese neuen Zahlungsmechanismen klar zu unterscheiden. Dies soll für mehr Klarheit und Vertrauen sorgen.
Ein weiterer struktureller Wandel ist die Öffnung des Systems für Fintech-Unternehmen. Seit einer Resolution im August 2025 können diese nun als Zahlungsauslöser fungieren – ein Bereich, der zuvor Banken und Finanzinstituten vorbehalten war. Aktuell ist mit Pronet bereits ein Fintech in diesem Schema tätig, fünf weitere befinden sich im Prüfungsverfahren.
Herausforderungen und Digitalisierung von Wertpapieren
Die Einbindung von Fintechs soll die Einführung digitaler Zahlungen in Segmenten beschleunigen, die bisher kaum erreicht wurden. Von den ca. 300.000 Geschäften in Paraguay nutzen nur etwa 80.000 elektronische Zahlungsmittel. Diese Lücke zu schließen, insbesondere bei kleinen Händlern, ist eine der Hauptaufgaben der Regulierungsbehörde.
Parallel dazu treibt die BCP die Entmaterialisierung von Finanzinstrumenten voran, wie etwa bei den Sparzertifikaten (CDA), deren digitale Umsetzung für August geplant ist. Dies ermöglicht die digitale Verwahrung von Titeln über eine Plattform der Zentralbank. Der Übergang wird jedoch schrittweise erfolgen, sodass physische und digitale Formate zunächst koexistieren.
Diese Initiativen sind Teil einer umfassenden Modernisierungsstrategie des paraguayischen Finanzsystems. Ziel ist es, in Einklang mit regionalen Trends die Nutzung von Bargeld zu reduzieren, die Effizienz zu steigern und die finanzielle Inklusion zu stärken. Während die Infrastruktur nun bereitsteht, bleibt die größte Hürde die Änderung der Gewohnheiten der Bevölkerung für eine massenhafte Einführung.
Wochenblatt / Marketdata















Asam
Klingt wie CBDC „und die Rückverfolgbarkeit von Operationen verbessern soll.“, schmeckt wie CBDC „über eine Plattform der Zentralbank“, ist CBDC „Nutzung von Bargeld zu reduzieren“.
Denn, dann kann die BCP Dir den Geldhahn zudrehen, wenn Du nicht „brav“ bist.
Die Agenda 2030 wird auch in Paraguay, dank WEF Marionette Peña, umgesetzt.
Die finanzielle Freiheit, die Bargeld heute noch bietet, wird weiter eingeschränkt.
Wie überall auf diesem Planeten, fühlen sich die Massen wohl, wenn sie ihr digitales Gefängnis selbst weiter ausbauen. Es ist ja sooo bequem die Brötchen für 6 mil digital bezahlen zu können und gleichzeitig ihre Lebensgewohnheiten offen zu legen.
Bei Strom- oder Internetausfall, sieht es dann mit dem Zahlungsverkehr ziemlich mau aus.
toto
Genau das ist es, was die Herscherklasse will. Den kleinen komplett durch leuchten, damit auch nicht 1 Mil an der Steuer vorbei kommt. Die Oberen verschieben Millionen, ohne das einer genauer hin schaut.
Ich glaube kaum, das ein Drogenhändler oder Schwarzmarkthändler, egal was, Kartenzahlung akzeptiert.
Und ja, ich stimme meinem Vorschreiber zu, Bei Strom- Internetausfall, was hier häufig vorkommt, steht man ziemlich blöd da.
Kaffeetrinker
Ich liebe Bargeld, aber in Paraguay? DieApp laden, Bargeld draufzahlen und Paraguay weit bestellen und bezahlen.
Nicht weil ich Digitales Geld will, nein wer bei mir einbricht soll soviel von meinem alten Schrott mitnehmen wie er tragen kann, aber Bargeld wird er nicht niemals mehr als 100 000Gs finden