Asunción: Die paraguayische Regierung setzt ein deutliches Zeichen gegen Altersarmut. Nach einem Treffen zwischen Präsident Santiago Peña und dem Minister für soziale Entwicklung, Tadeo Rojas, wurde das ehrgeizige Ziel bekräftigt: Die staatliche Rente soll so schnell wie möglich für alle Bürger ab dem 65. Lebensjahr zugänglich sein.
Bisher liegt die Altersgrenze für den Erhalt der staatlichen Unterstützung bei 69 Jahren. Aktuell profitieren bereits über 360.000 Senioren von dem Programm, das auf dem neuen Gesetz Nr. 7322 basiert. Dieses Gesetz sieht vor, dass bedürftige Senioren ohne weiteres Einkommen eine monatliche Zahlung in Höhe von 25 % des gesetzlichen Mindestlohns erhalten – und das unbürokratisch ohne vorherige Volkszählung.
Reaktion auf Bürgerproteste
Die Ankündigung folgt auf mehrtägige Demonstrationen von Seniorengruppen, die eine schnellere Umsetzung der Altersabsenkung forderten. Minister Tadeo Rojas betonte, dass man die Sorgen der älteren Generation ernst nehme: „Wir werden das Rentenalter von 65 Jahren so schnell wie möglich schrittweise erreichen.“
Ein “Schutznetzwerk“ für Senioren
Um den Zugang zur Rente zu erleichtern, wurde eine interinstitutionelle Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Unter Beteiligung des Ombudsmannes Rafael Ávila und der Nationalen Entwicklungsbank (BNF) sollen bürokratische Hürden abgebaut und Beschwerden schneller bearbeitet werden.
Das Ziel ist nicht nur die finanzielle Absicherung, sondern der Aufbau eines umfassenden “Schutznetzwerks für ältere Menschen“, um sicherzustellen, dass die Hilfe auch dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird.
Wochenblatt / Beitragsbild Archiv















