Ein Stück Weltgeschichte für Caazapá: Warum die katholische Welt am Ostersonntag nach Paraguay blickt

Caazapá: Eine Reliquie des Heiligen Franz von Assisi, dem Gründer des Franziskanerordens, wird nach Paraguay gebracht und dauerhaft im Land verbleiben. Dies gab die Paraguayische Bischofskonferenz (CEP) bekannt. Für die gesamte katholische Gemeinschaft Paraguays stellt dies ein historisches Ereignis dar.

Die Ankunft der Reliquie erfolgt im Rahmen des Projekts “Die Sandale des Franziskus – Auf seinen Spuren“. Am Sonntag, dem 5. April – dem Ostersonntag – wird sie den Gläubigen in der Kathedrale von Caazapá präsentiert.

Hintergrund ist die franziskanische Evangelisierung der indigenen Guaraní in Paraguay. Als Teil dieses Erbes wurden mehrere Städte des Landes durch den Franziskanerorden gegründet. Doch worum handelt es sich bei der Reliquie genau? Laut der Bischofskonferenz handelt es sich um eine Reliquie des Typs “ex cineribus corporis“ – physische Überreste (Asche), die nach der Bestattung bzw. Erhebung der Gebeine eines Heiligen gesichert wurden.

Es wurde zudem mitgeteilt, dass die Reliquie ihre ewige Ruhestätte in der Kathedrale von Caazapá finden wird. Diese wurde im Jahr 1607 von dem spanischen Franziskanerpater Luis de Bolaños gegründet. Das Ereignis ist Teil der internationalen Gedenkfeierlichkeiten zum 800. Todestag des Heiligen Franz von Assisi (1226–2026), zu dessen Anlass auch in Italien seine sterblichen Überreste öffentlich ausgestellt wurden.

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