Pedro Juan Caballero: Vorgestern wurde in der Hauptstadt von Amambay ein Mann mit einer langen Kriminalakte ermordet. Neben der Leiche wurde eine Notiz mit der Aufschrift gefunden: „Die Bürgerwehr ist zurück, stehlt nicht“. Der Körper wurde gefesselt am Rande eines Feldweges entdeckt.
Laut Polizeibericht ereignete sich der Vorfall im Viertel Cerro Cora’i. Anwohner fanden den gefesselten Mann, der schwere Schnittverletzungen im Halsbereich aufwies. Die Ermittler prüfen derzeit, ob der Mann direkt vor Ort getötet oder die Leiche dort lediglich abgelegt wurde.
Das Opfer wurde als der 38-jährige Marcelino Villalba Barreto identifiziert. Er war polizeibekannt und hatte mehrere Vorstrafen, unter anderem wegen schweren Diebstahls. Zudem bestand gegen ihn ein offener Haftbefehl.
Der Gerichtsmediziner Lucas Riveros gab an, dass die Leiche in Bauchlage aufgefunden wurde. Als Todesursache wurde ein hypovolämischer Schock (Blutverlust) infolge einer Schnittwunde am Hals festgestellt.
Die Ermittler fanden vor Ort die Nachricht mit dem Wortlaut: „Justiciero está de vuelta, no robar“ (Die Bürgerwehr ist zurück, stehlt nicht). Diese Botschaft lässt vermuten, dass die Tat von den “Justicieros de la frontera“ (Bürgerwehr der Grenze) begangen wurde – einer Gruppe, der bereits mehrere Exekutionen von Kriminellen in der Region Amambay zugeschrieben werden.
Wochenblatt / La Nación















