Impf-Panik im Nachbarland: Warum Paraguays Dengue-Schutz stabil und ohne Nebenwirkungen bleibt

Asunción: Das Erweiterte Immunisierungsprogramm (PAI) gab in einem Kommuniqué bekannt, dass der in Paraguay verabreichte Dengue-Impfstoff nicht mit dem identisch ist, der in Brasilien aus dem Verkehr gezogen wurde. Dies geschah, nachdem im Nachbarland zwei Todesfälle und mehrere Fälle von schweren unerwünschten Nebenwirkungen gemeldet worden waren.

Bei dem in Brasilien verabreichten Serum handelt es sich um einen Impfstoff, der vom Butantan-Institut in São Paulo entwickelt wurde und aus einer einzigen Dosis besteht. Dieser war Teil des Massenimpfplans, der in den letzten Monaten im Nachbarland durchgeführt wurde und eine beträchtliche Anzahl von Menschen erreichte.

Bei einigen geimpften Personen traten jedoch Nebenwirkungen auf, die von leicht bis schwer reichten und in zwei Fällen zum Tod führten. Bei den Verstorbenen handelte es sich um eine 48-jährige Frau und einen 58-jährigen Mann. Aufgrund dieser Fälle wurde beschlossen, die Verabreichung vorübergehend auszusetzen.

„Wir möchten der Bevölkerung die Gewissheit geben, dass es sich bei den derzeit gegen Dengue verfügbaren Impfstoffen um ein anderes Produkt handelt, das von einem anderen Labor japanischen Ursprungs, in diesem Fall Takeda, hergestellt wird. Dieses kam in unser Land, nachdem es von obersten Aufsichtsbehörden und auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugelassen worden war“, betonte Luis Cousirat, Direktor des PAI, im Fernsehsender Canal Trece.

Er fügte hinzu, dass in Paraguay mehr als 70.000 Dosen des japanischen Labors eingegangen seien, mit denen die Impfkampagne im November letzten Jahres gestartet wurde. Dieser Impfstoff richtet sich an Kinder ab 6 Jahren bis hin zu Erwachsenen bis 39 Jahren – die Altersgruppe, die sich in Zeiten von Dengue-Epidemien am häufigsten mit der Krankheit ansteckt.

„Wir haben im Land bereits mehr als 4.500 Dosen verabreicht, ohne dass es zu einer Reaktion oder einem unerwünschten Ereignis gekommen ist, und das ist eine äußerst positive Nachricht. In Paraguay werden zwei Dosen innerhalb von drei Monaten verabreicht, damit der Impfstoff eine gute Wirksamkeit erzielt“, erklärte er abschließend.

Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv

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