Preise im Keller: Nullmarge gefährdet die Nachhaltigkeit des Yerba-Mate-Anbaus

Villarrica: Der Verfall der Preise für Yerba Mate sorgt für wachsende Besorgnis unter den Kleinbauern, insbesondere im Departement Guairá. Die Branche warnt davor, dass die aktuelle Situation jegliche Rentabilitätsmarge praktisch zunichte macht.

In diesem Zusammenhang erklärte Arnaldo Aquino, ein Landwirt aus der Region, dass der Wert, den er derzeit für das grüne Blatt erhält, die grundlegenden Produktionskosten nicht deckt. „Wir haben praktisch kein rentables Produkt mehr; für Maniok und Mais haben wir ebenfalls keinen Markt. Wir haben nur noch Yerba Mate, und dafür bekommen wir sehr wenig“, äußerte er.

Aquino wies darauf hin, dass der Preis, den er erzielt, bei rund 500 Guaranies pro Kilo grünem Blatt liegt, geliefert an die Trocknungsanlage – ein Niveau, das er angesichts der Produktions- und Logistikosten für unzureichend hält. Hinzu kommt die Variabilität der Erträge, die von der Bewirtschaftung der Kultur und den getätigten Investitionen abhängen. „Das hängt von der Bewirtschaftung ab“, erklärte er und bezog sich darauf, dass er derzeit eine geschätzte Produktion von 7.000 bis 8.000 Kilo pro Hektar bewirtschaftet.

Laut dem Produzenten führt eine ganzheitliche Kostenanalyse zu einer Marge von praktisch Null, was die Situation der kleinbäuerlichen Familienbetriebe weiter verschärft. In diesem Sinne kritisierte er die mangelnde institutionelle Unterstützung und das Fehlen stabilerer Märkte für Kleinbauern.

„Wir erhalten keinerlei Hilfe. Wir brauchen Märkte und technische Unterstützung für den bäuerlichen Erzeuger. Es wird zwar behauptet, dass wir Hilfe bekommen, aber das stimmt nicht. Dabei sind wir das Hauptfundament für die Lebensmittelproduktion“, betonte er abschließend.

Wochenblatt / Mas Encarnación / Beitragsbild Archiv

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