Möglicher Blackout bei Uber, Bolt & Co.: Fahrer kündigen landesweite Proteste an

Asunción: Nutzer von Fahrdienst-Apps müssen sich auf massive Einschränkungen gefasst machen. Für den morgigen Freitag, den 10. April, haben Fahrer der Plattformen Bolt, Uber und MUV zu einem landesweiten Streik aufgerufen. Die Organisatoren warnen deutlich: Der Betrieb könnte in weiten Teilen des Landes zum Erliegen kommen.

Hintergrund der Mobilisierung ist der wachsende Unmut über die aktuellen Arbeitsbedingungen. Die Fahrer kritisieren vor allem illegale Praktiken innerhalb des Systems. Dazu gehören die Nutzung von Miet-Accounts durch nicht verifizierte Personen, das Eingreifen dubioser Vermittler sowie der Einsatz von Fahrzeugen, die keine Sicherheitsstandards erfüllen. Diese Zustände gefährden laut den Streikenden nicht nur die Sicherheit der Fahrgäste, sondern zerstören auch den fairen Wettbewerb.

Obwohl betont wurde, dass sich der Protest nicht gegen die Kunden richtet, ist mit einem drastischen Rückgang verfügbarer Fahrzeuge zu rechnen. Fahrgästen wird dringend empfohlen, alternative Transportmittel zu planen oder Fahrten vorab zu organisieren, da die gewohnte Verfügbarkeit per Klick nicht garantiert werden kann.

Innerhalb der Fahrerschaft zeigt sich jedoch ein gespaltenes Bild: Während die Protestführer behaupten, dass arbeitswillige Fahrer oft außerhalb der Vorschriften agieren, gibt es eine Gruppe von Fahrern, die angekündigt hat, den Dienst aufrechtzuerhalten, um ihren täglichen Verdienst nicht zu gefährden. Dennoch bleibt die Warnung bestehen: Am Freitag könnte der App-basierte Verkehr weitestgehend stillstehen.

Wochenblatt / El Nacional / Beitragsbild Archiv

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