Villarrica: Ein dramatischer Fall von häuslicher Gewalt erschütterte das Viertel Santa Librada. Nur das schnelle Eingreifen einer minderjährigen Tochter rettete ihre 51-jährige Mutter, die querschnittsgelähmte Rollstuhlfahrerin ist, vor weiteren Qualen.
Die Tochter erstattete Anzeige und berichtete, dass ihr Stiefvater, der 36-jährige Deutsche C. F., ihre Mutter systematisch physisch und psychisch misshandelte. Dabei habe er schamlos die körperliche Behinderung der Frau ausgenutzt. Die Minderjährige eilte zur 9. Polizeistation von Mbocayaty und bat um Hilfe. Da sie nur Deutsch sprach, nutzte sie eine Übersetzungs-App auf ihrem Handy, um den Beamten die lebensgefährliche Lage verständlich zu machen.
Die Polizei rückte sofort zum Wohnhaus aus und konnte mit Hilfe eines Dolmetschers die Schwere der Situation bestätigen. F. wurde festgenommen, zur medizinischen Untersuchung in das Regionalkrankenhaus von Villarrica gebracht und anschließend der Staatsanwaltschaft unter der Leitung von Rechtsanwalt Osvaldo Mora übergeben.
Doch der eigentliche Skandal folgte bei der Zeugenvernehmung: Die zuständigen Beamten zeigten keinerlei Mitgefühl für die Opfer. Laut Bericht wurde die Tat mit den Worten abgetan: „Das ist kein komplexer Fall, es ist nicht so schlimm.“
Diese Reaktion unterstreicht einmal mehr die erschütternde Unmenschlichkeit einiger Behörden, die eigentlich dazu verpflichtet sind, die Rechte und die Würde der Opfer zu schützen.
Wochenblatt / Vision Comunicaciones












