Von wegen Wetter-Allergie: Warum deine Kuscheljacke dich eigentlich zum Niesen bringt

Asunción: Nach dem (nennen wir es mal so) Einbruch der Kaltfront im Land kam es zu einer Situation, die die meisten Allergiker hassen: Der Wetterumschwung und seine Folgen für die Atemwege. Aus diesem Grund sprachen Journalisten mit Dr. Pedro Piraino, Chefarzt am IPS Central.

„Was der Paraguayer im Allgemeinen sagt, ist: ‚Ich bin allergisch gegen den Wetterumschwung‘. Aber was tatsächlich passiert, ist eine Allergie gegen Hausstaubmilben. Feuchtigkeit und niedrige Temperaturen bilden nämlich das ideale Umfeld für diese Spinnentiere. Das ist es, was der Patient spürt: Er weiß, dass sich seine Symptome in dieser Zeit verschlechtern, weshalb eine gute Behandlung unerlässlich ist“, erklärte er eingangs.

Aus diesem Grund ermutigt er Betroffene, “einen Allergologen aufzusuchen. Das gilt besonders für Asthmatiker, die am meisten leiden. Man sollte die Anweisungen genau befolgen und die verschriebenen Medikamente sowohl für die Nase als auch für die Bronchien konsequent anwenden“, so der Fachmann.

Abschließend wies er darauf hin, dass Winterkleidung, die lange Zeit ungenutzt im Schrank lag, “zuerst gereinigt werden muss, bevor man sie anzieht. Dort haben sich massenhaft Milben angesammelt, was für Allergiker sehr schädlich sein kann.“

Vorsorge ist der beste Schutz

Zusammenfassend betont Dr. Piraino, dass der Schlüssel für eine beschwerdefreie Zeit in der Kombination aus medizinischer Begleitung und häuslicher Hygiene liegt. Neben der professionellen Behandlung durch einen Allergologen hilft oft schon ein konsequentes Lüften der Wohnräume, das regelmäßige Waschen der Bettwäsche bei über 60 °C sowie der Verzicht auf “Staubfänger“ wie alte Teppiche oder unnötige Textilien. Wer auf die Signale seines Körpers hört und den Kleiderschrank-Check vor dem ersten Tragen der Wintermode ernst nimmt, kann den typischen Tücken des paraguayischen Wetterumschwungs gelassen entgegensehen. Denn auch wenn man das Wetter nicht kontrollieren kann – die Milbenbelastung im eigenen Zuhause hat man selbst in der Hand.

Wochenblatt / Cronica / Beitragsbild Archiv

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