Cedrales: „Wer nichts verbrochen hat, hat nichts zu befürchten“ … und wer doch etwas getan hat, nun ja … der erfindet eine gute Geschichte. So begann Carlos J. (27), ein Bolt-Fahrer, seine Verteidigung, die eines Vorabenddramas würdig wäre, nachdem er angeblich im „romantischen Express-Modus“ mit seinem Fahrgast im Auto erwischt wurde.
Aber für ihn ist die Sache glasklar: Da liefen keine „Sachen“, es war nur ein Urin-Notfall mit schlechtem Timing.
Laut dem jungen Mann war es eine ganz normale Fahrt, inklusive einer Beifahrerin, die sich auf dem Weg nach Cedrales „hydrierte“ (sprich: Bier trank). Plötzlich sagte die junge Frau: „Bis hierher und nicht weiter“ und bat um einen technischen Stopp. Carlos, ganz Gentleman, parkte in der Nähe einer ehemaligen Tankstelle. Alles völlig unschuldig, bis die Besitzerin des Grundstücks mit dem Spürsinn eines CSI-Agenten auftauchte und die Polizei rief.
Plot-Twist: Die Polizei trifft ein, das Mädchen kommt mit ihrer Leggings im Modus „falsche Konfiguration“ zurück, er steht in Unterwäsche da (weil das angeblich so das Protokoll ist…), und plötzlich: Licht aus, Kamera an, Skandal!
Carlos behauptet, die Polizisten hätten den ganzen Film inszeniert: „Sie haben uns gefilmt, gegen das Auto geschlagen, es wirkte wie eine Netflix-Premiere, nur ohne Budget“, gab er quasi zu Protokoll.
In der Zwischenzeit aktivierte die Freundin – die Protagonistin des Spin-offs – das emotionale GPS: Sie ortete ihn per WhatsApp, sah, dass er auf der Wache war, und steuerte direkt auf das Drama zu. Aber Achtung: Es gab keine Eifersuchtsszene auf Telenovela-Niveau.
Unerwartetes Ergebnis: Sie hat ihm geglaubt.
Ja, Sie haben richtig gelesen. Obwohl man ihr erzählte, er habe angeblich 700.000 Guaraníes für einen „Premium-Service auf dem Rücksitz“ geboten, sagte die Freundin: „Ich vertraue ihm.“ Moderne Liebe, meine Damen und Herren.
Als Unschuldsbeweis zeigte Carlos Chats und sogar Audionachrichten der Beifahrerin, die im Grunde sagten: „Ganz ruhig, Süße, es ist nichts passiert.“ Fast schon eine offizielle Pressemitteilung der Marke „Es gab keinen Sex“.
Jetzt prüft der Fahrer eine Anzeige gegen die Polizisten, allerdings ohne Beweise – was in Paraguay in etwa so aussichtsreich ist, wie ein Fußballspiel ohne Ball gewinnen zu wollen.
Diese Bolt-Fahrt war am Ende turbulenter als eine türkische Seifenoper: rebellische Leggings, Polizisten als Regisseure, eine Freundin mit absolutem Gottvertrauen und ein Hauptdarsteller, der darauf beharrt, dass alles nur wegen eines simplen Klogangs geschah. Denn klar, wer landet nach so einem Notfall nicht mal kurz in Unterwäsche?
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