Asunción: Die Strafrichterin Mesalina Fernández hat die Rechtsanwältin María Esther Roa (Beitragsbild) verurteilt. Sie wurde der Verleumdung von Guillermo Duarte für schuldig befunden. Roa hatte Duarte mittels der Verbreitung einer Sprachaufnahme, deren Echtheit nicht überprüft worden war, schwerer Vergehen wie Bestechung, Bestechlichkeit und Einflussnahme bezichtigt.
Die Frau, die von sich behauptet, die Stimme des Volkes zu sein – zu deren Demonstrationen jedoch niemand erscheint –, wurde zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen verurteilt. Diese Strafe wird jedoch zur Bewährung ausgesetzt – unter der Bedingung, dass die Verurteilte den Beitrag löscht und sich bei Duarte entschuldigt. Weitere Auflagen werden in der schriftlichen Urteilsbegründung noch genau festgelegt.
Die Gutachten von Sachverständigen spielten in diesem Fall eine entscheidende Rolle. Daher kam das Gericht zu dem Schluss, dass die verbreitete Sprachaufnahme zwar nicht durch künstliche Intelligenz erzeugt, jedoch aus verschiedenen anderen Aussagen Duartes zusammengeschnitten, montiert und zusammengefügt worden war.
In dem veröffentlichten Material war die Stimme des Anwalts Duarte zu hören, wie er angeblich ein Gespräch mit einem Minister des Obersten Gerichtshofs führte. Thema war der Antrag auf Verjährung in einem Strafverfahren gegen seinen Schwiegervater, den Ingenieur Carlos Heisele. Dieser ist als ehemaliger Leiter des staatlichen Energieversorgers ANDE wegen Untreue angeklagt.
Wochenblatt / La Nación















