Verschluckt und vergessen: Wie ein Zahn-Ersatzteil 12 Jahre lang eine Lunge blockiert

Encarnación: Fachkräfte des Regionalkrankenhauses von Itapúa führten eine komplexe Bronchoskopie durch, um ein Objekt zu entfernen, das über ein Jahrzehnt im Bronchialtrakt eines Kaufmanns aus Encarnación feststeckte.

In einem Meilenstein für die regionale Medizin gelang es einem multidisziplinären Team des Allgemeinen Krankenhauses von Itapúa, erfolgreich einen Fremdkörper zu extrahieren, der über zehn Jahre lang unentdeckt im Atmungssystem eines Patienten verblieben war.

Protagonist dieser Geschichte ist ein 48-jähriger Kaufmann aus dem Viertel Chaipé in Encarnación. Er lebte 12 Jahre lang mit anhaltenden Atembeschwerden, ohne die genaue Ursache zu kennen – bis eine Untersuchung in der Pneumologie sein Schicksal wendete.

Aufgrund der chronischen Beschwerden ordnete der Facharzt eine Computertomographie (CT) des Brustkorbs an. Diese Untersuchung enthüllte die Anwesenheit eines Fremdkörpers im linken Bronchus. Angesichts der Komplexität des Falls wurden zwei entscheidende Verfahren durchgeführt:

-Flexible Bronchoskopie: Hierbei wurde festgestellt, dass das Objekt tief in der Schleimhaut des linken Unterlappens eingewachsen war.

-Starre Bronchoskopie: Wegen der starken Verwachsungen durch die lange Zeit wurde eine Operation im OP-Saal anberaumt.

Zur Überraschung des Ärzteteams entpuppte sich das extrahierte Objekt als Teil einer Gaumenplatte (Zahnprothese), die der Patient vor 12 Jahren versehentlich eingeatmet haben muss.

Nach dem erfolgreichen Eingriff wurde der Patient in das Regionalkrankenhaus von Encarnación verlegt. Dank seiner guten klinischen Entwicklung konnte er am vergangenen Freitag entlassen werden und kehrte nach Hause zurück – befreit von einem Leiden, das über ein Jahrzehnt andauerte.

Der Erfolg war der koordinierten Arbeit eines Teams aus interventionellen Pneumologen, Anästhesisten und spezialisiertem Pflegepersonal zu verdanken. Durch den Einsatz moderner Technologie vor Ort konnte dem Patienten eine risikoreichere Operation in der Hauptstadt erspart bleiben.

Wochenblatt / Mas Encarnación

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