Geduldsprobe an der Grenze: Warum die neue Mega-Brücke für Autos gesperrt bleibt

Presidente Franco: In der jüngsten Sitzung der binationalen gemischten Kommission bestand die paraguayische Delegation darauf, die Überquerung für Privat-Pkws auf der neuen Brücke, die Presidente Franco mit Foz de Iguazú verbindet, freizugeben.

Die brasilianische Haltung blieb jedoch unverändert, und es konnte kein Konsens erzielt werden. Daher wurde das Thema erneut auf ein nächstes Treffen verschoben, das für den 18. Juni geplant ist.

Derzeit wird die Brücke nur eingeschränkt genutzt: In einer ersten Phase wurde seit Dezember der nächtliche Verkehr für leere Lastwagen genehmigt, später kam der Transit für Fernreisebusse hinzu. Dennoch hält Brasilien an seinem Vorschlag fest, die Infrastruktur hauptsächlich für den Schwerlastverkehr und Busse vorzusehen, während die Brücke der Freundschaft (Puente de la Amistad) als exklusiver Weg für Leichtfahrzeuge dienen soll.

Auf paraguayischer Seite drängen lokale Behörden und Einwohner auf eine vollständige Öffnung für den Individualverkehr. Die fehlende Kontrollinfrastruktur an beiden Enden der Brücke ist jedoch das Hauptargument der brasilianischen Gegenseite, um weitere Lockerungen zu vermeiden.

Der Präsident des Entwicklungsrats von Presidente Franco (Codefran), Rogelio Rodríguez, erklärte, dass die Zurückhaltung verständlich sei, solange die ergänzenden Bauarbeiten – insbesondere die Anbindung an die Grenzkontrollsysteme – nicht abgeschlossen sind.

Er betonte, dass es nicht machbar sei, ohne minimale operative Bedingungen in beiden Ländern voranzuschreiten. Eine vollständige Freigabe solle erst dann in Erwägung gezogen werden, wenn die gesamte unterstützende Infrastruktur fertiggestellt ist.

Wochenblatt / adn digital

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