Asunción: Der Ökonom Víctor Raúl Benítez wies darauf hin, dass das Programm “Hambre Cero“ (Null Hunger) – das soziale Vorzeigeprojekt der Regierung – nur die Hälfte der Proteine liefert, die ein Kind benötigt, um der Armut wirklich zu entkommen.
In einem Interview mit dem Sender Megacadena behauptete der Experte, dass die offiziellen Statistiken das Schulessen nutzen, um die Armutszahlen zu “schönen“ und die wahre Verwundbarkeit tausender paraguayischer Familien zu verschleiern.
Benítez erklärte, dass der Staat ein Kind, obwohl es in der Schule isst, so registriert, als sei es nicht mehr arm – während es in Wirklichkeit kaum die Hälfte der Kalorien und Proteine erhält, die für eine vollwertige Entwicklung notwendig sind.
„Sie glauben, dass ein Kind, das in der Schule isst, bereits der Armut entkommt. Das Entscheidende ist jedoch, dass die Menschen, die der Armut vorübergehend entkommen, trotzdem an der Armutsgrenze verbleiben“, stellte er fest. Dem Ökonomen zufolge reicht jeder familiäre Unfall oder unvorhergesehene Vorfall aus, um eine solche Familie wieder unter die Armutsgrenze stürzen zu lassen.
Der Analyst kritisierte, dass das Programm eher als Image-Werkzeug denn als strukturelle Lösung genutzt werde. Während die Regierung den Rückgang der Armut feiert, argumentiert Benítez, dass die Verwundbarkeit weiter zunimmt und die Verbesserungen nur vorübergehender Natur sind.
Die Aussagen des Ökonomen vom “leeren Kühlschrank“ stellen die tatsächliche Wirksamkeit der Sozialpolitik infrage und entfachen eine Debatte darüber, ob die offiziellen Zahlen die Realität der paraguayischen Familien widerspiegeln oder sie schlichtweg kaschieren.
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