99,7 Prozent Wasserkraft: Paraguays grüne Matrix und die künftigen Herausforderungen der Netzstabilität

Asunción: Paraguay verzeichnet einen Anteil von 99,7 % an sauberen Quellen an seiner gesamten Stromkapazität. Damit übertrifft es laut dem neuesten Jahresbericht der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien alle seine Nachbarn.

Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) fungiert als zwischenstaatliche Organisation, die Nationen auf ihrem Weg in eine nachhaltige Zukunft unterstützt. Diese Institution dient als Wissensspeicher für technische und finanzielle Aspekte von Ressourcen wie Solar-, Wind- und Wasserkraft. In ihrem Bericht für das Jahr 2026 analysiert die Organisation die Fortschritte der globalen Energiewende im vergangenen Jahr.

In diesem Rahmen sticht Paraguay aufgrund der Zusammensetzung seiner Energiematrix an der Spitze Südamerikas hervor. Das Land erreichte zwischen den Jahren 2016 und 2018 einen historischen Meilenstein von 100 % erneuerbarer Kapazität. Nach aktuellen Daten behält die Nation einen fast perfekten Anteil von 99,7 % bei. Diese absolute Führungsposition ist auf seine Wasserkraft-Infrastruktur zurückzuführen, die eine installierte Leistung von insgesamt 8.824 MW aufweist.

Regionaler Vergleich

Paraguay liegt deutlich vor anderen Ländern der Region, die ebenfalls hohe Raten an sauberer Energie aufweisen:

-Brasilien: verzeichnet einen Anteil von 87,2 % an erneuerbaren Energien.

-Uruguay: erreicht 77,8 %.

-Kolumbien: kommt auf 71,2 %.

-Chile: schließt diese Hauptgruppe mit 65,8 % ab.

Bedeutung des Meilensteins

Diese Positionierung ist in einem Kontext von fundamentaler Bedeutung, in dem erneuerbare Energien bereits 49 % der weltweiten Stromkapazität ausmachen. Das stetige Wachstum dieser Technologien spiegelt die wirtschaftliche Solidität der Energiewende und ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber fossilen Brennstoffen wider.

Dennoch warnt der Bericht vor Herausforderungen in der nahen Zukunft. Der Ausbau der erneuerbaren Kapazitäten erfordert neue Antworten bei der Flexibilität der Stromnetze sowie die Anpassung an schwankende Energiequellen, um die weltweite Versorgung zu garantieren.

Wochenblatt / Hoy

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