Begleiterin von „La Vaca“ laut Autopsie durch eine einzige Kugel getötet

Asunción: Die Autopsie von Guadalupe Yamile Simón Pérez (25), der Freundin von José Gabriel Leguizamón Díaz (38), alias „La Vaca“, hat ergeben, dass sie durch einen einzigen tödlichen Schuss ums Leben kam. Dies geht aus der Untersuchung in der Rechtsmedizin hervor.

Laut dem Gerichtsmediziner Pablo Lemir wurde der Schuss nicht aus nächster Nähe abgegeben.

Ermittlungen und Tathergang

Der Staatsanwalt Luis Chamorro erklärte an diesem Montag vor der Presse, dass Guadalupe Yamile Simón Pérez bereits zwei bis drei Stunden vor der Ankunft im Krankenhaus von Lambaré verstorben war. Er wies darauf hin, dass die Ermittler ursprünglich von einem Einschussloch in der hinteren Tür ausgingen, sich die Hypothese nun jedoch dahingehend geändert hat, dass der Schuss durch das Fenster der Fahrerseite abgegeben wurde.

Nach Angaben des Vertreters der Staatsanwaltschaft schlug ein Beamter der Spezialeinheit „Lince“ das Fenster von José Gabriel Leguizamón Díaz (alias „La Vaca“) ein, woraufhin es zu einem Gerangel kam, bei dem sich ein Schuss gelöst haben könnte. „Die Begleiterin könnte sich geduckt haben, weshalb die Kugel eine Flugbahn von oben nach unten aufweist“, fügte er hinzu.

Zudem wurde festgestellt, dass sich im Fahrzeug des Betroffenen keine Waffe befand und dass definitiv von außen geschossen wurde. Tatsächlich wurde auch ein anderes Fahrzeug, das zum Zeitpunkt der Verfolgungsjagd in der Gegend unterwegs war, von einem Projektil getroffen.

Untersuchung der Polizeibeamten

Insgesamt sind 10 Polizeibeamte in das Verfahren verwickelt. Staatsanwalt Chamorro teilte mit, dass deren Waffen sichergestellt und Schmauchspurtests (Nitrit- und Nitrattests) durchgeführt wurden, um festzustellen, wer von ihnen geschossen hat. Dennoch gab er sich unmissverständlich: Er sehe bisher weder ein unregelmäßiges Vorgehen noch einen unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt.

Medizinische Details der Autopsie

Der Gerichtsmediziner Pablo Lemir erklärte Details zur Schusswunde:

„Die Kugel drang von links nach rechts und von oben nach unten in einem extrem spitzen Winkel in den Körper ein.“

Der Schuss wies einen Austrittskanal auf, im Körper verblieb jedoch der Mantel einer ballistischen Legierung. „Die Todesursache war eine Verletzung der Lunge, die zu massiven Blutungen führte, sowie eine Herzverletzung – die Kugel durchschlug das Herz und stoppte in der rechten Lunge, wo auch der Projektilmantel gefunden wurde“, so Lemir.

Der Arzt räumte jedoch ein, dass er die genaue Schussdistanz nicht bestimmen konnte, da die Leiche ohne Kleidung eingeliefert wurde. Er schloss jedoch aus, dass es sich um einen aufgesetzten Schuss handelte, da die Verbrennung am Arm durch Reibung und nicht durch Mündungsfeuer entstanden sei. Die Experten der Kriminaltechnik müssen nun den genauen Projektiltyp bestimmen.

Hintergrund des Vorfalls

Simón Pérez befand sich am Sonntag als Begleiterin im Auto von „La Vaca“, als dieser während eines laufenden Marathons auf die Costanera Sur (Süduferstraße in Asunción) fuhr. Dies löste eine Verfolgungsjagd aus, die erst mehrere Kilometer weiter endete.

Unter den Teilnehmern des Marathonlaufs gab es glücklicherweise keine Verletzten.

Wochenblatt / Última Hora

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