Gefährlicher Winter-Virus grassiert: Was Eltern jetzt unbedingt beachten müssen

Asunción: Kleine Erreger, die große Sorgen bereiten. Das kalte Wetter führt oft dazu, dass Kinder sich seltener die Hände waschen, was den Ausbruch einiger Krankheiten begünstigt.

Eine dieser Krankheiten ist die sogenannte Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Betroffen sind vor allem Kinder im Alter zwischen vier und fünf Jahren, die in Kindertagesstätten zusammenkommen. Die Krankheit äußert sich am Körper durch rote Punkte, die sich sogar in kleine Bläschen verwandeln können, erklärt der Direktor des städtischen Poliklinikums, Dr. Robert Núñez.

Der Name der Erkrankung rührt daher, dass sie in der Regel an den Händen auftritt. Wenn die Kleinen anschließend ihre Füße und ihren Mund berühren, breitet sich die Infektion weiter aus.

Zudem gibt es eine Jahreszeit, in der die Krankheit besonders häufig auftritt, wie der Mediziner im Detail ausführte. „Es ist völlig normal, dass in dieser Jahreszeit aufgrund des engen Kontakts viele Virusinfektionen auftreten. Die Räume werden nicht gut gelüftet, und die Hände werden nicht gründlich gewaschen“, erklärt der Kinderarzt mit Blick auf den aktuellen Anstieg der Fallzahlen bei den Jüngsten.

Er wies darauf hin, dass Eltern bei sehr kleinen Kindern oft die Ursache für deren Reizbarkeit und ständiges Weinen nicht direkt entdecken. In solchen Situationen haben die Kinder meist nicht einmal Appetit.

Maßnahmen

Dr. Núñez betont nachdrücklich, dass Eltern das Auftreten von Fieber nicht auf die leichte Schulter nehmen sollten. Er empfiehlt, mit den Kindern eine pädiatrische Sprechstunde in den medizinischen Versorgungszentren aufzusuchen. Der Kinderarzt erinnert zudem daran, dass es für diese Krankheit weder eine spezifische Behandlung noch einen Impfstoff zur Vorbeugung gibt.

Angesichts dieser Situation unterstreicht er auch, dass eine Selbstmedikation durch die Eltern bei Kindern absolut kontraindiziert ist. Insbesondere fordert er die Eltern auf, ihren Kindern keine selbstgemachten Tees zu verabreichen.

„Erstens kennt man die genaue Konzentration der Inhaltsstoffe in dem zubereiteten Tee nicht. Zweitens beginnt der Stoffwechsel des Kindes, vor allem im Darmbereich, erst noch zu reifen. Das Kind kann diese Stoffe, wie verschiedene Mineralien und andere aufgenommene Elemente, noch nicht richtig verstoffwechseln. Sie werden absorbiert und können Schäden auf Herz-, Nieren- oder sogar Gehirnebene verursachen,“ betonte der Arzt.

Nach seinen Angaben hat er bereits Fälle von Krampfanfällen bei Kindern erlebt, denen man Sternanis-Tee gegeben hatte.

„In dieser Jahreszeit sieht man viele Virusinfektionen durch engen Kontakt. Es wird nicht gut gelüftet und die Hände werden nicht richtig gewaschen,“ fügte er noch abschließend an.

Wochenblatt / Ultima Hora

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