Das Milliarden-Geschäft mit Europa: Doch Paraguay fehlen die klugen Köpfe dafür

Asunción: Der Präsident der Paraguayischen Kammer für Dienstleistungen (CPS), Pablo Zavala, analysierte die Auswirkungen des Abkommens zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union im Bereich der Dienstleistungen und wies darauf hin, dass die Initiative große Chancen für das Land eröffnet.

„Wir sprechen nicht nur vom Export von Dienstleistungen in den europäischen Markt, sondern von der Möglichkeit, Dienstleistungen von Paraguay aus in die ganze Welt zu exportieren. Das ist eine große Herausforderung, vor der wir stehen“, erklärte er.

Zavala hob hervor, dass der Hauptvorteil im Zugang zu Märkten mit höherer Kaufkraft liege, räumte jedoch interne Einschränkungen ein. „Einer der Grundpfeiler, die gegeben sein müssen, sind angemessene personelle Ressourcen. Unsere erste Achillesferse ist der Ausbildungsprozess der Menschen. Wir haben die benötigten Fachkräfte noch nicht entwickelt“, erklärte er.

Der Kammerpräsident erinnerte daran, dass Paraguay bereits Erfahrungen mit dem Export von Dienstleistungen in die USA und nach Europa hat, wenn auch in geringem Umfang. „Was uns fehlt, ist die Marktreife. In dem Maße, in dem wir weiterhin Dienstleistungen exportieren, werden wir auch eine größere Anzahl qualifizierter Arbeitskräfte generieren können“, gab er an.

Zavala unterstrich die Bedeutung von Doppelbesteuerungsabkommen, um zusätzliche Kosten zu vermeiden. „Aktuell haben wir ein Abkommen mit Spanien, das extrem wichtig ist. Ohne diese Art von Abkommen können die Quellensteuern bis zu 35 % betragen. Beispielsweise können wir keine Dienstleistungen nach Brasilien exportieren, weil wir dort eine Quellensteuer von 35 % im Ursprungsland haben“, stellte er fest.

Er warnte zudem, dass Planbarkeit der Schlüssel für den internationalen Wettbewerb sei. „Wir konkurrieren mit anderen Ländern. Das, was uns jetzt mit dem Wechselkurs passiert ist, setzt ein Fragezeichen hinter diese Planbarkeit. Durch eine Aufwertung des Guaraní von bis zu 25 % sind einige Verträge in Gefahr geraten“, stellte er abschließend klar.

Wochenblatt / Radio Monumental

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