Asunción: Das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Verkehr (MOPC) stellte gestern 90 neue Busse vor, die in das öffentliche Verkehrssystem aufgenommen werden. Die Regierung bekräftigte zudem das Ziel, künftig eigene Fahrzeuge im Land herzustellen.
Die Ministerin für öffentliche Arbeiten, Claudia Centurión, und der stellvertretende Verkehrsminister Emiliano Fernández gaben an diesem Sonntag offiziell die Inbetriebnahme von 90 neuen Bussen bekannt. Sie sollen das bestehende Angebot erweitern und die Versorgung der Bevölkerung verbessern.
Centurión erläuterte die Zusammensetzung der neuen Fahrzeuge: Es handelt sich um 30 elektrische Busse im Besitz des Staates, 40 weitere elektrische Busse, die das Unternehmen Ñandutí S.A. angeschafft hat, sowie 20 fabrikneue Busse mit Verbrennungsmotor, die von der Firma Ximex S.A. in Betrieb genommen werden.
Einige dieser Fahrzeuge sind bereits im Einsatz und verstärken das Angebot auf wichtigen Streckenabschnitten – unter anderem in den Orten Limpio und Villa Hayes, entlang der Avenida Artigas sowie auf der ehemaligen Transchaco-Verbindung.
Das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Verkehr stellte eine neue Busflotte vor.
Der stellvertretende Minister Emiliano Fernández hob hervor, dass 90 Prozent der neuen Fahrzeuge eine Erweiterung des bestehenden Fuhrparks darstellen und nicht nur alte Busse ersetzen. Dadurch können etwa 20.000 weitere Fahrgäste das Angebot nutzen.
Reform des öffentlichen Nahverkehrs
Im Rahmen der geplanten Reform des öffentlichen Nahverkehrs kündigte Ministerin Centurión an, dass demnächst Ausschreibungen für die erste „Funktionseinheit“ beginnen werden. Diese soll sich zunächst auf die Strecke entlang der Avenida Mariscal López konzentrieren.
Zugleich versicherte sie, dass der Wandel schrittweise erfolge: Alte Verträge würden durch neue Regelungen ersetzt, die eine regelmäßige Erneuerung der Fahrzeuge sowie eine Infrastruktur vorsehen, die dem tatsächlichen Bedarf der Bevölkerung entspricht. „Beim öffentlichen Nahverkehr gibt es keinen großen Umbruch über Nacht; man kann nicht alles von einem Tag auf den anderen verändern“, erklärte sie.
Zudem wies sie darauf hin, dass Fahrgäste durch das Umsteigesystem teilweise nur einen einzigen Fahrpreis zahlen müssen. Dadurch seien bereits Einsparungen in Höhe von rund 2 Milliarden Guaraní möglich. Ihren Berechnungen zufolge kann ein Arbeitnehmer mit Mindestlohn durch dieses System zwischen 200.000 und 300.000 Guaraní im Monat sparen.
Abschließend stellte der stellvertretende Verkehrsminister klar: Die jetzt vorgestellten Busse stammen zwar aus dem Ausland, aber das langfristige Ziel bleibt die Errichtung einer eigenen Fabrik – also die Produktion von Bussen in Paraguay selbst.
Wochenblatt / Abc Color














