Paraguay festigt sich als Zentrum für Geschäftsaktivitäten

Asunción: Das Land verzeichnete im Jahr 2025 den höchsten Zufluss an produktiven Mitteln der vergangenen drei Jahrzehnte: 1,18 Milliarden US-Dollar flossen vor allem in Infrastruktur, Energie und die Exportverarbeitung, zudem gab es einen deutlichen Anstieg angekündigter neuer Unternehmensprojekte. So geht aus einem Bericht der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) hervor.

Paraguay hat einen wirtschaftlichen Meilenstein erreicht: Im Jahr 2025 beliefen sich die ausländischen Direktinvestitionen (ADI) auf 1,18 Milliarden US-Dollar. Das ist der höchste Wert seit 1995 und entspricht einem Anstieg um 7,6 % im Vergleich zum Vorjahr, wie aus Daten der CEPAL hervorgeht.

Dieser Kapitalzufluss, vorangetrieben durch die Technologie- und Energiewirtschaft, stärkt die makroökonomische Stabilität des Landes und macht Brasilien zum wichtigsten Herkunftsland der Investitionen. Die paraguayische Regierung bekräftigte über das Ministerium für Industrie und Handel (MIC) ihre Absicht, weiterhin Kapital anzuziehen und die Rahmenbedingungen für Unternehmen im Land zu verbessern.

Grundlage dieser positiven Entwicklung ist das Vertrauen internationaler Unternehmen, die sich in Paraguay niedergelassen haben. Die statistische Aufschlüsselung der Organisation zeigt eine deutliche Ausrichtung auf die Festigung bestehender Unternehmensstrukturen:

Neue Kapitalzuführungen: Sie stiegen um 24 % und machen mit 59 % den größten Anteil des gesamten Investitionsvolumens aus.

Gewinnreinvestitionen: Globale Unternehmen behielten 30 % ihrer im Land erzielten Gewinne, um damit ihre lokalen Geschäftsaktivitäten auszubauen.

Unternehmensinterne Darlehen: Ihr Anteil lag bei 11 %, wobei sie ebenfalls um 24,1 % zunahmen.
Im Inland entsprechen die ausländischen Direktinvestitionen 2,2 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und machen 10,2 % der Bruttoanlageinvestitionen aus. Das zeigt: Paraguay wandelt seine makroökonomische Stabilität immer effektiver in produktives Kapital um.

Der Einfluss Brasiliens

Die branchenspezifische Analyse macht deutlich, dass Investitionen aus Brasilien strategisch stark zugenommen haben. Maßgeblich dafür sind die Vorteile der Exportverarbeitungsregelung, steuerliche Vergünstigungen und wettbewerbsfähige Energiekosten.

Auch die mittelfristigen Aussichten bleiben positiv: Die angekündigten neuen Projekte stiegen um 65 % auf insgesamt 911 Millionen US-Dollar. An der Spitze stehen Vorhaben im Bereich Telekommunikation – mit Schwerpunkt auf Mobilfunkinfrastruktur und Rechenzentren – gefolgt von Investitionen in erneuerbare Energien sowie die Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

Wochenblatt / El Nacional

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