Arroyos y Esteros: Die Schule N° 10.260 „Yparaguaymí“ auf der Insel Banco’i im Bezirk Arroyos y Esteros, Departamento Cordillera, verfügt seit dieser Woche über eine kleine Solaranlage mit einer Leistung von 2.500 Watt. Damit erhalten die Schülerinnen und Schüler endlich Strom – nach mehreren Jahren ohne Zugang dazu.
Die Installation wurde durch eine große Hilfsaktion möglich. Sie entstand, nachdem die Zeitung Última Hora und der Fernsehsender Telefuturo vor einigen Wochen über die schwierigen Bedingungen berichtet hatten, unter denen die Kinder dort unterrichtet wurden.
Nach der Veröffentlichung meldeten sich zahlreiche Personen bei dem Lehrer Cirilo Mazzacotte, um Unterstützung anzubieten und zur Verbesserung der Unterrichtsbedingungen in der abgelegenen, schwer zugänglichen Schule beizutragen.
Am vergangenen Wochenende reiste der Elektromechaniker und Spezialist für alternative Energien Rodrigo Gutiérrez-Yegros – mit freundlicher Unterstützung von Dr. Nuncio Arias – nach Banco’i, um die Solarmodule und die zugehörige Stromversorgung zu installieren.
Durch die neue Anlage können nun Kühlschränke und Tiefkühlgeräte zur Aufbewahrung von Lebensmitteln betrieben werden. Außerdem lassen sich ein Computer und ein Fernseher anschließen – Geräte, die der Schule bislang völlig fehlten. Dennoch bleiben weitere Aufgaben: Die Beleuchtung in den Klassenräumen muss verbessert und ein Internetzugang eingerichtet werden.
Die offizielle Einweihung fand am vergangenen Donnerstag statt. Einer der bewegendsten Momente des Tages war, als die Kinder zum ersten Mal einen funktionierenden Fernseher in ihrem Klassenraum sahen – ein Bild, das die jahrelangen Entbehrungen widerspiegelte und zugleich einen lang gehegten Wunsch der gesamten Gemeinschaft erfüllte.
„Wir sind überaus dankbar für alle Unterstützung, die wir erhalten haben. Das bedeutet einen riesigen Fortschritt für unsere Schüler“, sagte Lehrer Cirilo Mazzacotte. Er hob zudem hervor, dass die Elektrizität neue Möglichkeiten für das Lernen eröffnet.
Das erste Mal elektrischer Strom in der Schule von Banco’i dank der Hilfsbereitschaft von Bürgern
Am selben Tag trafen auch Schülerinnen und Schüler aus einer Schule in Asunción ein. Sie kamen mit einem Boot und brachten Spenden mit: Schulmaterialien, Lebensmittel, Kleidung sowie ein Bett für den Lehrer. Die Kinder von Banco’i empfingen sie mit Applaus und großer Freude.
„Die Freude ist in der ganzen Gemeinschaft spürbar – sie steht für die neue Hoffnung, die unsere Kinder heute haben“, erklärte Lehrerin Silvina Rojas während der Feier. Die Gäste aus der Hauptstadt betonten ihrerseits, wie wichtig es sei, sich mit den Kindern der Insel auszutauschen und deren Lebensbedingungen aus nächster Nähe kennenzulernen.
Auch wenn die Schule nun über Strom verfügt, weisen die Bewohner darauf hin, dass noch viel zu tun bleibt. Dazu gehören der Ausbau der Gebäude, die Einrichtung der achten und neunten Schulstufe sowie eine stärkere Unterstützung durch den Staat, um den Kindern von Banco’i bessere Bildungschancen zu sichern.
Lehrer Mazzacotte bedankte sich bei allen privaten Helfern und wandte sich erneut an das Bildungsministerium mit der Bitte, die Schule weiter zu fördern.
Wochenblatt / Última Hora














