Das erste Mal elektrischer Strom in der Schule von Banco’i dank der Hilfsbereitschaft von Bürgern

Yparaguaymi: Die Gemeinde Banco Yparaguaymi, gelegen zwischen den Flüssen Yparaguaymi, Manduvirá und Paraguay, erlebte in dieser Woche einen historischen Moment: Zum ersten Mal wurde auf der Insel eine öffentliche Straßenlaterne mit Solarstrom in Betrieb genommen.

Dieser Fortschritt wurde durch Spenden und die Unterstützung von Bürgern, Unternehmen und Organisationen ermöglicht. Viele hatten sich zur Zusammenarbeit entschlossen, nachdem sie durch Berichte der Nachrichtenmedien Última Hora und Telefuturo von der Situation der Gemeinde erfahren hatten.

Zusätzlich zur Straßenlaterne erhielt die örtliche Schule Unterstützung von Unternehmen, die in Kürze eine neue Solaranlage und einen Batteriespeicher installieren werden. Dadurch wird es möglich sein, Lebensmittel für die Schulspeisung kühl zu halten – ein dringendes Bedürfnis für eine Gemeinde, die bislang weder Zugang zum regulären Stromnetz noch zu sauberem Trinkwasser hat.

Lehrer Cirilo Mazacotte, ein Vertreter der örtlichen Bildungsgemeinschaft, hob die große Resonanz hervor, die nach der Berichterstattung über die Verhältnisse auf der Insel zu verzeichnen war. „Es haben sich wirklich sehr viele Menschen gemeldet. Die Reaktion war überwältigend positiv. Möglich wurde dies durch die Unterstützung von vielen, darunter auch die Mitglieder der Hilfsorganisation Centro Volante Arroyense. Das ist für uns alle ein Grund zur Freude und gibt uns neue Hoffnung“, erklärte er.

Mazacotte betonte, dass die neue Anlage weit mehr als nur eine materielle Verbesserung darstellt. „Das ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der gesamten Gemeinde. Wir haben nun diese eine Laterne und einen weiteren Strahler, der uns von Herrn Cristóbal gespendet wurde. Am ersten Abend, als das Licht anging, waren wir alle voller Erwartung. Es war ein wunderbarer Moment“, erinnerte er sich.

Die Inbetriebnahme sei für die gesamte Bevölkerung ein besonderes Ereignis gewesen: „Sogar die Kinder kamen her, um zu sehen, wie das Licht angeht. Das war für sie etwas ganz Besonderes. Ich hoffe sehr, dass noch viele weitere positive Veränderungen für Banco Yparaguaymi folgen werden“, so der Lehrer.

Er verwies zudem auf die Verbesserungen im Bereich der Schulspeisung: „Heute sind wir in Banco’i nicht mehr mit den Problemen konfrontiert, die uns früher Sorgen bereitet haben. Früher mussten wir teilweise bis zu 10.000 Guaraní ausgeben, um Lebensmittel überhaupt haltbar zu machen. Wir machen Fortschritte, und das ist sehr erfreulich.“

Die endgültige Lösung steht noch aus. Die Gemeinde ist nach wie vor nicht an das nationale Stromnetz angeschlossen und ist daher auf alternative Energiequellen angewiesen, um ihre grundlegenden Bedürfnisse zu decken. Aus diesem Grund setzen sich die Bewohner und Unterstützer der Gemeinde dafür ein, dass die Nationale Elektrizitätsverwaltung (ANDE) prüft, ob eine Stromleitung bis zur Insel verlegt werden kann.

Einen entsprechenden Antrag stellte Mario Dionicio Rojas Rolón – ein ehemaliger Bewohner von Banco’i, der heute in Buenos Aires lebt. Er wandte sich schriftlich an den Präsidenten der ANDE, Félix Sosa, und bat um ein Eingreifen der Behörde. In dem Schreiben wird darauf hingewiesen, dass die Familien in Banco’i bereits seit Jahren auf einen Zugang zur Stromversorgung warten und dass das Fehlen dieses Dienstes sich unmittelbar auf die Bildung, die Erwerbstätigkeit und die Ernährung der Bevölkerung auswirkt.

Es wird ausgeführt, dass Kinder abends kaum lernen können, während Fischer wirtschaftliche Einbußen hinnehmen müssen, da sie ihren Fang – die wichtigste Einnahmequelle der Gemeinde – nicht haltbar machen können. Die Bewohner hoffen, dass die Inbetriebnahme der ersten Laterne kein einmaliges Ereignis bleibt, sondern der Beginn einer Entwicklung ist, die die Lebensbedingungen auf der Insel nachhaltig verbessert. Für Anfragen und Kontakt zur Gemeinde steht Lehrer Cirilo Mazacotte unter der Telefonnummer (0974) 240-764 zur Verfügung.

Ein Kampf, der weitergeht. Die Gemeinde hofft, dass im kommenden Schuljahr die achte Klassenstufe eingeführt wird und später auch die neunte folgt. Derzeit unterrichtet die Lehrerin Silvina Rojas die erste siebte Klasse – unter freiem Himmel, unter einem Baum.

Wochenblatt / Última Hora

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