Asunción: Dr. Raúl Breuer, Rechtsanwalt und Suchtberater, enthüllte alarmierende Zahlen, die seiner Aussage nach von den offiziellen Stellen nicht berücksichtigt werden: Zusammengezählt aus Alkoholikern, Drogenabhängigen und Spielsüchtigen gibt es mehr als eine Million Menschen im Land. Dies entspricht etwa 14 % der Bevölkerung, die abhängig von einer Substanz oder einem Verhalten ist.
Dr. Breuer betonte, dass das Hauptproblem nicht nur die Anzahl der Betroffenen sei, sondern der geltende rechtliche Rahmen. „Wir brauchen ein allgemeines Suchtgesetz, das spezialisierte Staatsanwaltschaften und Gerichte für den Umgang mit Süchtigen vorsieht“, forderte er. Er fügte hinzu, dass ein aktiver Süchtiger eine Gefahr sowohl für seine Familie als auch für die gesamte Gesellschaft darstelle.
Der Experte warnte besonders vor den Auswirkungen auf junge Menschen: „Die Drogen verbrennen das Gehirn der Jugendlichen, und das kann sich auf lange Sicht in Suiziden niederschlagen.“
In einem scharfen Ton hinterfragte er Haltungen, die bestimmte Substanzen verharmlosen: „Es entsteht eine Gesellschaft von Zombies, und diejenigen, die sagen, dass Marihuana nicht schädlich sei, irren sich. Drogen verursachen auf lange Sicht geistige Beeinträchtigungen.“
Die Erklärungen des Beraters unterstreichen die Dringlichkeit staatlicher Maßnahmen und eines spezifischen rechtlichen Ansatzes, um das zu bewältigen, was er als eine Suchtkrise großen Ausmaßes beschreibt.
Wochenblatt / Megacadena















