Reisebüros fordern Einschreiten der Dinac gegen Fluggesellschaft

Asunción: Der Paraguayische Verband der Reisebüros und Tourismusunternehmen (Asatur) hat Anzeige gegen eine Fluggesellschaft wegen wiederholter Flugstreichungen, Umbuchungen und verspäteter Rückerstattungen erstattet. Der Staatssekretariat für Tourismus (Senatur) und die Nationale Direktion für Zivilluftfahrt (Dinac) haben sich dieser Forderung angeschlossen; gegen das Unternehmen soll nun ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet werden.

Laut einer öffentlichen Mitteilung haben die beiden Reisebüroverbände Asatur und der Verband der Reisebüros Paraguays (Aavip) offiziell verlangt, dass die Dinac eingreift – wegen der anhaltenden Probleme mit Flugstreichungen, Umbuchungen und verspäteten Rückerstattungen bei der Fluggesellschaft Paranair.

„In den vergangenen Wochen hat sich die Lage verschärft: Regelmäßige Flüge wurden gestrichen, sodass Passagiere ohne zumutbare Alternative festsaßen und ihre Reise nicht fortsetzen konnten. Das hat persönliche, berufliche, geschäftliche und touristische Schäden zur Folge“, heißt es in dem Schreiben.

Als jüngste Beispiele nennen die Verbände die Streichung eines Charterfluges sowie die Einstellung des Linienflugbetriebs nach Montevideo – ohne Möglichkeit einer Umbuchung über mehrere Tage hinweg.

„Die Reisebüros möchten klarstellen: Sie führen keine Flüge durch und treffen auch keine Entscheidungen über Streichungen, Umbuchungen oder Rückerstattungen. Dennoch sind sie es, die täglich mit den Beschwerden der Passagiere konfrontiert werden und unzählige Stunden damit verbringen, Lösungen zu vermitteln – die ausschließlich von der Fluggesellschaft abhängen“, erklären sie.

Paranair wird angezeigt

Die Verbände betonen, dass es ihnen nicht darum gehe, irgendein Unternehmen zu schädigen oder die Flugverbindungen des Landes zu beeinträchtigen. Im Gegenteil: Sie seien überzeugt, dass Paraguay eine starke, zuverlässige und wettbewerbsfähige Luftfahrt brauche.

Gerade deshalb sei es unerlässlich, dass die geltenden Luftfahrtregeln eingehalten werden und alle Anbieter verantwortungsvoll gegenüber den Nutzern handeln.

Man vertraue darauf, dass die Dinac ihre gesetzlichen Befugnisse nutze, um die vorgebrachten Vorwürfe zu prüfen und die nötigen Maßnahmen zum Schutz der Passagierrechte und der Rechtssicherheit im Luftverkehr zu ergreifen.

Die Reisebüros werden weiterhin alle betroffenen Passagiere unterstützen – wie bisher schon. Gleichzeitig sei es der Öffentlichkeit aber klarzumachen: Die Verantwortung für den Flugbetrieb liegt ausschließlich bei der Fluggesellschaft.

„Bei den andauernden Problemen, die sich derzeit zeigen, bietet die Buchung bei Paranair nicht die erforderliche Zuverlässigkeit“, so das Fazit der Verbände.

Behörden haben bereits Maßnahmen eingeleitet

Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte der Leiter der Senatur, Jacinto Santamaría, dass man in ständigem Austausch mit der Dinac und Asatur stehe, die Vorwürfe prüfe und das Anliegen institutionell unterstütze.

„Es liegt tatsächlich ein Problem mit vertragswidrigem Handeln vor, das von Asatur angezeigt wurde. Wir arbeiten eng mit der Dinac und Asatur zusammen und verfolgen den Vorgang genau“, erklärte er.

Zudem bestätigte der Leiter der Dinac, Nelson Mendoza, dass die Behörde bereits seit mehreren Tagen tätig sei – unmittelbar nachdem die Anzeigen eingegangen waren.

Wochenblatt / Abc Color

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

Kommentar hinzufügen