Asunción: Die staatliche Elektrizitätsgesellschaft ANDE evaluiert derzeit eine mögliche Anpassung der Haushaltstarife im Rahmen einer Studie. Diese soll zugleich einheitliche Kosten nach Spannungsebenen für Unternehmen festlegen, die sich im Land ansiedeln wollen.
Der Ingenieur Miguel Báez, der neue Leiter der Nationalen Elektrizitätsverwaltung ANDE, gab bekannt, dass derzeit eine Studie zur Festlegung der Haushaltstarife durchgeführt wird.
„Die ANDE muss einen technisch fundierten Tarif definieren. Der technische Tarif wird so berechnet, dass die ANDE all ihre Kosten decken und eine Gewinnmarge von 8 bis 10 Prozent garantieren kann. Wenn all diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist das der Tarif, der die finanzielle Nachhaltigkeit sichert“, erklärte er im Gespräch mit dem Radiosender Monumental 1080 AM.
Báez betonte, dass die einzige eigene Einnahmequelle des Staatsunternehmens aus dem Verkauf von Energie stammt. Die Studie werde zeigen, ob die Tarife für die Endverbraucher erhöht oder beibehalten werden.
„Sobald uns die Studie vorliegt, können wir darüber sprechen, ob erhöht wird oder alles beim Alten bleibt – und falls erhöht wird, in welchem Umfang“, stellte er klar.
Báez räumte jedoch ein, dass die Möglichkeit besteht, dass sich nach Abschluss der Berechnungen die monatlichen Stromkosten für die Bürger ändern werden.
„Niemand freut sich darüber, wenn die Tarife steigen, aber wir müssen die finanzielle Tragfähigkeit der ANDE gewährleisten. Das bedeutet, dass wir den Tarif der Realität anpassen müssen und wir als Verbraucher das zahlen müssen, was tatsächlich angemessen ist“, bekräftigte er.
Industrietarife für Unternehmen
Die derzeit laufende Untersuchung umfasst auch eine Überprüfung der Tarife für alle Unternehmen, die an einer Ansiedlung in Paraguay interessiert sind.
„Die Anweisung des Präsidenten ist ganz klar: Wir sollen die Unterlagen aller Unternehmen prüfen. Was wir vermeiden wollen, ist die Schaffung unterschiedlicher Tarife für verschiedene Unternehmen. Wir wollen mit Transparenz vorgehen und einen einheitlichen Tarif anbieten“, erklärte Báez.
Die Stromtarife für Ansiedlungswillige aus der Industrie werden künftig nach der Spannungsebene und nicht nach dem reinen Verbrauch festgelegt.
„Der Tarif auf der 500-kV-Ebene ist günstiger, weil dort viele Investitionen eingespart werden. Danach folgen die Tarife für 220 kV, 66 kV und 23 kV. Der Preis richtet sich also danach, wo man sich an das Netz anschließen möchte“, erläuterte der neue Präsident der ANDE abschließend.
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