San Pedro del Ycuamandyyú: Anfang der Woche zeigte eine pensionierte Lehrerin aus der Stadt San Pedro del Ycuamandyyú an, dass sie aufgrund eines Katasterfehlers mit einer Klage konfrontiert ist. Durch den Fehler wurde ihr Grundstück einer anderen Person zugeschrieben, die nun versucht, es sich anzueignen. Zusammen mit ihrer Anwältin wirft sie der Gegenpartei Böswilligkeit vor und fordert Gerechtigkeit, um ihr Haus zu behalten.
Laut der Rechtsanwältin Elva Yegros, der rechtlichen Vertreterin der Frau, sieht sich ihre Mandantin Amelia Blanco de Yegros einer gerichtlichen Klage gegenüber, die darauf abzielt, sie ihres Grundstücks und ihres Hauses zu berauben, in dem sie seit mehr als 29 Jahren friedlich, öffentlich und ununterbrochen lebt. Der Streit entstand, nachdem ein offensichtlicher sachlicher Fehler beim Nationalen Katasteramt festgestellt worden war.
„Im Jahr 2009 kaufte sie dieses Grundstück per städtischem Beschluss. Als sie beschloss, das Grundstück auf ihren Namen einzutragen, ging sie zum Notariat und erfuhr dort von dem Fehler: Ihr Grundstück war auf den Namen ihrer Nachbarin eingetragen. Der Notar sagte ihr, sie solle sich keine Sorgen machen, das sei leicht zu korrigieren und passe öfter passiere“, erklärte die Anwältin im Interview mit Journalisten.
Die Hintergründe zeigen, dass das Anwesen historisch der Familie von Amelia gehörte und anfänglich von einer ihrer Tanten bewohnt wurde. Im Jahr 2009 regelte die Stadtverwaltung die Situation durch die Ausstellung eines offiziellen Verkaufsbeschlusses zugunsten der Lehrerin.
Wie es zu dem Fehler kam
Nach dem Fehler bei der Eigentumsübertragung musste sich Amelia an die Frau wenden, auf deren Namen das Anwesen fälschlicherweise eingetragen worden war. Zunächst verlief das Gespräch friedlich und sie dachten, alles würde wie geplant ablaufen. Doch die Überraschung war groß, als die Nachbarin beschloss, das Haus in Besitz zu nehmen.
„Sie ging zu Maura Andresa Valiente, erzählte ihr von dem Fehler und dass sie mit dem Notar gesprochen hatte, der sagte, dass er leicht zu beheben sei. Die Dame sagte damals, dass sie mit ihren Anwälten sprechen und sich in ein paar Tagen melden würde. Aber die Überraschung für Amelia war groß und sehr unangenehm, denn plötzlich erhielt sie die Benachrichtigung über die Klage“, erklärte die Anwältin.
Sie stellte klar, dass der Fehler vermutlich in den Registereinträgen des Katasteramts liege und die Nummer des Katasterkontos der Immobilie, in der die Lehrerin lebt, im Dokument der Klägerin übertragen wurde. Das Ganze geschah vermutlich, weil die Häuser beider Frauen zu ihrer Zeit derselben Person gehörten.
Böswilliger Aneignungsversuch
„Diese Frau versucht nun in aller Böswilligkeit zusammen mit ihren Anwälten, sich eine Immobilie anzueignen, die sie nie gekauft hat, in der sie nie Mieterin war und die sie noch nie betreten hat. Jetzt will sie diesen Fehler ausnutzen, um Amelia ihr Haus wegzunehmen“, erklärte die Anwältin weiter.
Sie betonte, dass sie bereits die entsprechenden rechtlichen Schritte eingeleitet haben, aber die Öffentlichkeit suchen, damit die pensionierte 76-jährige Lehrerin ihr Eigentum behalten kann. Die Gemeinschaft und die Angehörigen fordern, dass die Justizbehörden und das Nationale Katasteramt handeln, um den Registerfehler zu korrigieren und der rechtmäßigen Eigentümerin ihr Eigentum zurückzugeben.
„Wir fordern nichts Unangemessenes, wir fordern nichts Außergewöhnliches – nur, dass die Justiz ihren Dienst tut und meiner Mandantin ihren Seelenfrieden zurückgibt. Wir träumen davon, dass sie vor ihrem Tod noch Gerechtigkeit erlebt. Wir hoffen und wollen, dass die Justiz handelt“, schloss sie.
Wochenblatt / La Nación















