Auf der Flucht vor der Polizei: Physiotherapeut soll behinderte Kinder missbraucht haben

Asunción:Ein Mann, der als Physiotherapeut arbeitete, soll in einem Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen mehrere Minderjährige sexuell missbraucht haben.

Die Anzeige wurde von den Eltern der Betroffenen erstattet. Es soll sich um drei Opfer im Alter von 10, 7 und 5 Jahren handeln. „Die Anzeige lautet auf sexuellen Missbrauch wehrloser Personen und sexuellen Missbrauch von Kindern; es handelt sich um Kinder mit Behinderungen – in diesem Fall motorischen Störungen und Sprachbehinderungen“, erklärte die Mutter eines der Opfer gegenüber dem Radiosender 1020 AM.

Als mutmaßlicher Täter der sexuellen Übergriffe wird ein Mann namens Santiago Luis Guillermo Capello Barreto beschuldigt, ein Mitarbeiter des Rehabilitationszentrums “A pasitos“ in Asunción.

Die Einrichtung wird “mindestens von 60 bis 80 Kindern besucht“, so die Anzeigenerstatterin. Die Therapieeinheiten dauern etwa 45 Minuten – eine Zeitspanne, in der die Kinder mit dem Täter allein geblieben sind.

Die Übergriffe sollen sich laut Aussagen des Opfers seit dem Jahr 2025 systematisch ereignet haben.

„Laut Aussage des Jungen, der sich in Einsilbern, Gebärdensprache und schriftlich über ein Tablet verständigt, geschah dies während der Physiotherapie-Sitzungen, an denen der Junge teilnahm und in die auch meine Tochter verwickelt ist“, erklärte sie.

Die Übergriffe gingen über Begrabschen hinaus, führte die Frau aus und schilderte explizit die Handlungen des Mannes.

Der Junge gab in seiner Aussage zudem an, dass das Mädchen – die Tochter der Anzeigenden – zu diesem Zeitpunkt anwesend war. „Er sagt, dass der Therapeut ihn dazu verleitete, dasselbe mit meiner Tochter zu tun“, fügte sie hinzu.

Der Verdächtige befindet sich auf der Flucht. „Sein Aufenthaltsort ist unbekannt, seit 20 Tagen liegt ein Haftbefehl vor, aber die Polizei hat ihn bisher immer noch nicht gefunden“, merkte sie an.

In diesem Zusammenhang kritisierte sie die Untätigkeit der Behörden und der Verantwortlichen des Rehabilitationszentrums: „Ich habe mich oft beschwert und sie haben ihn nicht gefunden, weil sie nicht nach ihm gesucht haben. Und das Zentrum läuft einfach weiter, als wäre nichts gewesen.“

Sie fügte hinzu, dass das Rehabilitationszentrum lediglich eine sehr knappe Mitteilung herausgegeben habe. „Darin hieß es, dass er von der Einrichtung suspendiert wurde, als man von dem Vorfall erfuhr. Aber mit mir haben sie erst 14 Tage nach der Anzeige Kontakt aufgenommen, die ich am 24. Juli erstattet hatte“, erklärte sie.

Die schmerzverstörte Mutter forderte ein zügiges Vorgehen bei den Ermittlungen seitens der Staatsanwaltschaft und der Polizei, um den Täter zu fassen.

Wochenblatt / La Nación

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