62 Länder bereist, eine Heimat gewählt: Warum ein Schweizer Gourmet-Koch nach Paraguay auswanderte

Asunción: Der aus der Schweiz stammende Koch und Gastronomie-Unternehmer Javier Rocca teilte ein Video in den sozialen Medien, in dem er erklärt, warum er sich entschieden hat, sich in Paraguay niederzulassen, nachdem er verschiedene Orte auf der ganzen Welt bereist und bewohnt hatte. Er hob die Stabilität, den sozialen Frieden, das Bankensystem und ganz besonders die Qualität der Menschen hervor.

Nachdem er 62 Länder bereist hatte, stand für Rocca fest, dass Paraguay der Ort war, an dem er bleiben wollte. Der in der Schweiz geborene, in Argentinien aufgewachsene und in Spanien sowie weiteren Ländern beruflich gewachsene Chefkoch fand in dem südamerikanischen Land die idealen Bedingungen, um ansässig zu werden und sein eigenes Gastronomie-Unternehmen aufzubauen.

In dem Video antwortete der Koch direkt auf eine Frage, die ihm nach eigenen Angaben häufig gestellt wird: Warum ausgerechnet Paraguay wählen, wenn man so viele Länder kennengelernt hat?

„Warum Paraguay?“, fragt er sich und zählt anschließend die Gründe auf, die das Land aus seiner persönlichen Erfahrung heraus zu einem außergewöhnlichen Ort zum Leben machen. Darunter nennt er den sozialen Frieden, die wirtschaftliche Stabilität und das Bankensystem – neben einem Element, das er für grundlegend hält: Die Menschen.

„Geile Leute“, formuliert der Chefkoch salopp und nimmt mit Humor auch Bezug auf das paraguayische Klima: „Eine Hitze, die dich umbringt.“

Vom Weltreisenden zum Verwurzelten

Seine Reise durch 62 Länder ermöglichte es ihm, verschiedene Kulturen, Wirtschaftssysteme und Lebensstile kennengelernt zu haben, bevor er sich entschied, sich in Paraguay niederzulassen. Nun lebt er nicht nur in dem Land, sondern baut hier auch seine gastronomische Tätigkeit aus und lässt seine internationale Erfahrung in ein unternehmerisches Projekt einfließen.

Seine Wahl gründet sich seinen Ausführungen zufolge nicht allein auf Geschäftsmöglichkeiten. Auch die Möglichkeit, in einem Umfeld zu leben, das er als stabil und ruhig wahrnimmt, war ausschlaggebend.

Der Koch legt ein besonderes Augenmerk auf den sozialen Frieden und die wirtschaftliche Stabilität – zwei Aspekte, die er für hochrelevant hält, nachdem er unterschiedliche Realitäten auf der ganzen Welt erlebt hat. Zudem hebt er das paraguayische Bankensystem hervor, das er als “unglaublich“ bezeichnet, sowie die Gastfreundschaft der Paraguayer.

Ein Blick von außen auf Paraguay

Roccas Bericht reiht sich ein in die Geschichten von Ausländern, die nach Reisen durch verschiedene Länder in Paraguay einen Ort finden, um sich niederzulassen, zu arbeiten und Projekte zu entwickeln.

Seine ungewöhnliche Laufbahn verleiht ihm eine besondere Perspektive: Er spricht nicht aus dem Blickwinkel von jemandem, der im Land angekommen ist, ohne andere Realitäten zu kennen, sondern aus der Erfahrung von jemandem, der nach eigenen Angaben Dutzende Länder bereist hat.

Mit Humor und einer legeren Sprache zieht der Chefkoch in seinem Video ein eindeutiges Fazit: Paraguay ist das beste Land der Welt.

Wochenblatt / La Nación / Instagram

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