Obst und Gemüse, die auf den Feldern zurückblieben, suchen eine zweite Marktchance – verwandelt in Tiefkühlkost, Mehl und neue Lebensmittel

Asunción: Ein von der Vereinigung Ökologischer Erzeuger (APRO) vorangetriebenes und vom Nationalen Rat für Wissenschaft und Technologie (Conacyt) unterstütztes Projekt arbeitet an der Verwertung von Obst und Gemüse, das aufgrund logistischer Probleme, Überproduktion oder Nichteinhaltung bestimmter kommerzieller Kriterien den Weg auf den Markt nicht findet.

Die Initiative ist Teil eines Aufrufs zur Stärkung von Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen (KMNU / Mipymes) durch grüne und nachhaltige Innovationen.

Der Ansatz besteht darin, diese Lebensmittel zu retten, bevor sie auf den Feldern verderben, und sie als Rohstoff für Tiefkühlprodukte, Spezialmehle und andere Lebensmittel mit Mehrwert zu nutzen.

Tiefkühlen bei -18 °C zur Verlängerung der Haltbarkeit

Unter den angewandten Verfahren befinden sich das Blanchieren und das Tiefkühlen bei -18 °C. Diese Prozesse dienen dazu, das Gemüse länger zu konservieren und seine Vermarktung außerhalb der regulären Erntezeit zu ermöglichen.

Das verarbeitete Gemüse kann direkt im gefrorenen Zustand verkauft oder später als Basis für die Herstellung anderer Lebensmittel verwendet werden.

Das Modell zielt darauf ab, einen Teil der Produktion zu nutzen, der früher außerhalb des Handelskreislaufs geblieben wäre.

Gerettetes Gemüse soll auch zu Nudeln verarbeitet werden

Eine der im Rahmen des Projekts vorgesehenen Entwicklungen sind handwerklich hergestellte, ökologische und glutenfreie Nudeln aus gerettetem Gemüse. Zu den genannten Rohstoffen gehören Karotten, Rote Bete, rote Paprika, Kürbis, Grünkohl, Spinat, Brokkoli und Blumenkohl.

Diese Umwandlung eröffnet die Möglichkeit, dass Produkte, die als Frischgemüse keinen Käufer gefunden haben, in neuer Form und zu unterschiedlichen Zeiten des Jahres wieder auf den Markt gelangen können.

Mehr Produktion der Mitglieder könnte Abnehmer finden

Die Initiative sieht zudem vor, den Aufkauf der Erzeugnisse von APRO-Mitgliedern zu steigern. Damit soll verhindert werden, dass Gemüse aus Mangel an Nachfrage ungeerntet bleibt oder während der Vermarktung verdirbt.

Die Behörde Conacyt führte einen ersten Kontrollbesuch beim Projekt durch, bei dem die Arbeiten auf den Feldern sowie der Fortschritt bei der Umwandlung von landwirtschaftlichen Überschüssen in wiedervermarktbare Produkte überprüft wurden.

Wochenblatt / Ratio

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