Canindeyú: Die Judikative und die Stiftung Moisés Bertoni haben vergangene Woche ein zwischeninstitutionelles Kooperationsabkommen unterzeichnet. Diese Allianz zielt darauf ab, Maßnahmen des Umweltschutzes zu stärken und eine engere Zusammenarbeit zwischen der Justiz und Organisationen zum Schutz der natürlichen Ressourcen zu fördern.
Das Abkommen legt einen Fahrplan zur Entwicklung gemeinsamer Initiativen im Bereich des Umweltschutzes fest, mit besonderem Augenmerk auf das Gebiet des Naturschutzgebiets Mbaracayú im Departement Canindeyú. Die Kooperation soll Instrumente schaffen, die den Akteuren des Justizsystems vertieftes Fachwissen an die Hand geben, um Fälle im Zusammenhang mit dem Umweltrecht effektiver zu bearbeiten.
Schulungen und Weiterbildung
Als erste Maßnahme ist die Organisation von Fortbildungstagen für Richter und Staatsanwälte der Region vorgesehen. Ziel ist es, Informationen bereitzustellen und Räume für Analysen der Umweltrealität des Gebiets zu schaffen, damit das Justizsystem bei Verstößen gegen Ökosysteme und natürliche Ressourcen wirksamer reagieren kann.
Die Initiative zielt auch darauf ab, ein größeres Bewusstsein für die Bedeutung des Erhalts dieses Naturerbes zu schaffen und konkrete Maßnahmen durch koordinierte Arbeit der Institutionen zu fördern. In diesem Sinne stellt die Schulung der an Gerichtsprozessen Beteiligten einen der ersten Schritte dar, um den effektiven Umweltschutz zu stärken.
Das Naturschutzgebiet Mbaracayú umfasst rund 64.000 Hektar Privatbesitz und steht unter der Verwaltung der Stiftung Moisés Bertoni. Seine Einrichtung wurde durch ein nationales Gesetz geregelt und sieht die dauerhafte Erhaltung des Territoriums vor, was es zu einem der wichtigsten Gebiete für den Schutz der Biodiversität des Landes macht.
Beteiligte Akteure
Das Abkommen wurde unter Beteiligung des Präsidenten des Obersten Gerichtshofs, Alberto Martínez Simón, des ersten Vizepräsidenten, Luis María Benítez Riera, und des Richters Eugenio Jiménez Rolón unterzeichnet.
Seitens der Stiftung Moisés Bertoni nahmen ihr Exekutivdirektor Yan Speranza, das Vorstandsmitglied Eduardo Bernal und der Rechtsberater Daniel Jacquet teil.
Wochenblatt / La Nación















