Betrugsmasche mit Scheinanzeigen für Mietwohnungen auf Facebook und vermeintlichen Fake-Profilen aufgedeckt

Asunción: Eine junge Frau hat bei der Nationalen Polizei mutmaßlichen Immobilienbetrug in Asunción angezeigt. Nachdem sie 2.000.000 Guaraníes als Anzahlung für die Miete einer Wohnung überwiesen hatte, reagierte der angebliche Eigentümer nicht mehr. Offenbar war das Angebot in den sozialen Netzwerken kopiert und der Betrag verändert worden. Dahinter steck eine kriminelle Bande mit gefälschten Profilen.

  • Eine junge Frau hat der Nationalpolizei gemeldet, dass sie Opfer eines Immobilienbetrugs geworden ist, nachdem sie versucht hatte, über soziale Netzwerke eine Unterkunft zu mieten.

  • Mit dem Versprechen eines Hauses mit Garten in Asunción brachten die Täter sie dazu, 2.000.000 Guaraníes als Kaution zu überweisen, bevor sie untertauchten. Die polizeilichen Ermittlungen haben bereits ein Netzwerk aufgedeckt, das unter Identitätsdiebstahl unschuldiger Bürger agiert.

Die Falle in der Facebook-Gruppe

Der Zeitung ABC zufolge suchte die Betroffene am vergangenen Montag in Gruppen auf der Plattform Facebook nach Mietmöglichkeiten. Ihr fiel ein Angebot auf, das in der öffentlichen Gruppe „Alquileres sin intermediarios“ (Mieten ohne Vermittler) von einem Nutzer namens „Joel Fernando Clavel“ veröffentlicht worden war.

Nach einem Klick auf einen beigefügten Link wurde die Kommunikation über WhatsApp fortgesetzt. In dieser Phase stellte sich der angebliche Anbieter unter dem Namen „Dr. Moisés Silva“ vor.

Er gab an, ein in den Viertel Sajonia ansässiger Gerichtsschreiber und Notar zu sein. Silva bot ihr die Miete eines Hauses an, das sich angeblich in der Straße Cecilio Ávila Nr. 3882 im Viertel Mburicaó in Asunción befinden sollte, zu einem monatlichen Preis von 2.000.000 Guaraníes. Ein Angebot, das laut Angaben des Opfers kopiert und mit einem anderen Betrag versehen worden war.

Der „Modus Operandi“: Druck durch dringende Anzahlung

Um das Geschäft abzusichern, wandten die Betrüger Drucktaktiken an. Sie versicherten der Betroffenen, dass es zahlreiche Interessenten für die Immobilie gebe und die Wohnung ausschließlich für die erste Person reserviert werde, welche die Kaution von 2.000.000 Guaraníes hinterlege.

Im Vertrauen auf die Abmachung willigte die junge Frau ein, die Anzahlung per Banküberweisung auf ein Sparkonto der Bank GNB zu tätigen, das auf den Namen einer Frau namens Ruth Mariela Matto lautete.

Sobald das Geld jedoch überwiesen war, rief der Kriminelle das Opfer erneut an und forderte die Vorauszahlung von drei Monatsmieten. Da die junge Frau dies ablehnte und klarstellte, dass das ursprüngliche Abkommen die Mietzahlung erst nach Einzug in die Immobilie und Überprüfung des Vertrags vorsah, reagierte der vermeintliche Notar weder auf Anrufe noch auf Nachrichten; er postete jedoch weiterhin Inhalte in seinem WhatsApp-Status.

Bankkonten offenbar mit gestohlenen Identitäten eröffnet

Als die Anzeigenerstattende den Betrug bemerkte, begab sie sich zur Abteilung für Computerkriminalität der Nationalen Polizei. Bei der Überprüfung der Daten des Kontos, auf das das Geld geflossen war, stellten die Beamten fest, dass die Inhaberin des Bankkontos, Ruth Mariela Matto, zwar keine polizeilichen Vorstrafen hat, jedoch vor einiger Zeit Opfer eines Wohnungseinbruchs geworden sein soll. Damals hatte sie den Diebstahl einiger persönlicher Gegenstände gemeldet.

Trotz der formellen Anzeige sind die mit den Betrügern verknüpften Telefonnummern weiterhin aktiv. Ebenso bleibt das Facebook-Profil aktiv und ist weiterhin Mitglied der offenen Gruppe „Alquileres sin intermediarios“.

Nach Angaben des Opfers veröffentlichen die Täter weiterhin WhatsApp-Statusmeldungen, in denen sie offenbar Berufsrollen usurpieren und ein normales Alltagsleben zur Schau stellen.

Wochenblatt / Abc Color

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