Misshandelter Tukan bekommt neuen Schnabel

Tukane gehören zur Familie der Spechtvögel, sie kommen in den tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas vor, auch in Paraguay sind sie beheimatet. Als reine Baumbewohner ernähren sie sich vorwiegend von Früchten, nehmen aber auch Insekten, Spinnentiere und sogar kleine Reptilien oder Säugetiere zu sich, dazu brauchen sie aber einen funktionstüchtigen Schnabel.

Vor einigen Wochen haben Jugendliche in Costa Rica einen Tukan so schwer misshandelt, dass dieser seinen oberen Teil des Schnabels verlor. Das führte zu einem Aufschrei in den sozialen Netzwerken, die in einer einzigartigen Kampagne zusammen mit Umweltschützern, Vogelkundlern und lokalen Unternehmen zu einer Initiative führte, bei der man Spendengelder für „Grecia“, benannt nach der Region, in der der Tukan gefunden wurde, sammelte.

Spezialisten wollen nun eine Schnabelprothese mit einem 3-D-Drucker erstellen. Laut der Tierärztin Carmen Soto geht es dem Vogel inzwischen besser und er hat sich von seiner Verletzung erholt, hat aber natürlich Probleme beim Fressen. „Die Menge, die er schafft, auf eigene Faust zu fressen ist sehr gering, deshalb helfen wir ihm dabei“, sagte sie.

Der Designer Nelson Martinez soll die Prothese erstellen, sie hat einen festen und beweglichen Teil, damit diese gereinigt oder ausgetauscht werden kann. „Unsere Grecia wächst noch und wir müssen die Prothese jederzeit anpassen können. Wir können auch nicht jede Art von Klebstoff mit chemischen Komponenten verwenden, da diese die Struktur des Schnabels gefährden könnten. Wir untersuchen nun, ob wir den künstlichen Schnabel mit Schrauben fixieren können“.

Hoffen wir, dass dieser Eingriff gelingt und Grecia den Fremdkörper akzeptiert.

Quelle: latinapress, Foto: Indiegogo

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