Russland macht mobil

Eine Delegation des russischen Militärs und des staatlichen Unternehmens Irkut flogen nach Paraguay und verhandelten mit hochrangigen Politikern über den Verkauf von Jagdflugzeugen, es ging dabei hauptsächlich um die Modelle Jakowlew Jak-130, ein zweistrahliges Trainings- und Jagdflugzeug.

Die Mitglieder der ausländischen Abordnung wurden vom Botschafter der russischen Föderation in Paraguay, Grigory Mashkov, begleitet, sie trafen sich mit dem Präsidenten des Kongresses, Blas Llano, und erläuterten ihm die Vorteile und Eigenschaften der Flugzeuge.

Nach dem Treffen äußerte sich der russische Diplomat über weitere Einzelheiten: „Wir sprachen über die Möglichkeit der Lieferung von Jagdflugzeugen der Modelle Jak-130, sie sind für Paraguay, im Hinblick auf die technische Ausstattung, von großer Bedeutung. Russland will sich an einer Ausschreibung mit diesen Modellen beteiligen“.

Er erklärte weiter, die Jak-130 sei ein Kampf- und zugleich Trainingsflugzeug, „ein leichtes Kampfflugzeug, speziell für den Einsatz gegen Terroristen und Drogenhändlern, die Piloten können relativ schnell ausgebildet werden“. Gleichzeitig sollte der Besuch bei Blas Llano dazu dienen, die bilateralen Beziehungen zwischen Paraguay und Russland sowie den politischen Dialog zu fördern. „Wir arbeiten für das Wohl der Völker und einer engeren Beziehung zwischen den Ländern. In unserem Land gibt es fundamentale Kräfte für eine Stärkung der Beziehung zu Paraguay“, sagte Mashkov.

Die paraguayische Luftwaffe (FAP) will ihre Flotte erneuern und aufrüsten, sie plant, 10 neue Modelle anzuschaffen. Im Moment werden auch alternative Verhandlungen geführt, dabei geht es um die Modelle der Tschechen, L-159B ALCA, nun werden aber die Jak-130 auch in die die Auswahl mit einbezogen, insgesamt hat Paraguay ein Budget von 568 Millionen US Dollar zur Verfügung.

Die russischen Flugzeuge haben eine Reichweite von 2.500 Kilometern, eine maximale Geschwindigkeit von 1.037 km / h. Der Preis pro Stück beträgt 12 bis 15 Millionen US Dollar.

Quelle: Ultima Hora

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15 Kommentare zu “Russland macht mobil

  1. Hier geht es in erster Linie nicht um russische Flugzeuge, sondern darum, daß die Russen in Paraguay verstärkt Fuß fassen können um ihren Einfluß in Südamerika auszuweiten. Sie wollen mit aller Macht einen Kontrapunkt zu den USA schaffen. Ihr erster Brückenkopf war Kuba. Von da aus ging es nach Nicaragua, Venezuela, und Bolivien. Der erste Schritt von Paraguay auf Rußland zu, erfolgte über die Rindfleischexporte, hauptsächlich aus dem Chaco. Ich persönlich empfinde das moralisch als höchst bedenklich, wenn man weis, wie sehr die Mennoniten unter den Russen gelitten hatten. Doch Geld kennt bekanntlich keine Moral. Dafür werden sogar, wenn es sein muß ethische Werte und Grundsätze über Bord geworfen.

    1. Hallo Manfred – ich freue mich immer über deine guten Beiträge.
      Wenn aber das Thema Russland oder USA irgendwie eine Rolle spielt, dann kommt bei dir der Kalte Krieger durch, der nur Schwarz-Weiß sieht, in dem Fall Weiß für die supergute USA, die nur Gutes auf der Welt tut und Schwarz für Russland, dem Hort des Bösen.
      Wie schonmal zu lesen war – wieviele Unschuldige hat denn deine geliebte USA auf dem Gewissen, von Korea über Vietnam, Irak, Libiyen usw. Alles was für die USA von „vital interest“ ist – also vor allem Öl und stratigische Positionen wird geraubt. Kommen unschuldige Menschen um, sind das Kollateralschäden.
      Russland ist keinen Deut besser – aber denke mal daran, dass die Amis hier schon viel länger am Wirbeln sind, um in Paraguay eine Bastion gegen die „linken“ Regierungen in Brasilien, Argentinien, Bolivien, Venezuela usw. zu schaffen.

      1. Hallo Franz, besser ein „Kalter Krieger“ mit heißem Herzen, als ein „Heißer Krieger“ mit kaltem Herzen! An dieser Stelle darf ruhig geschmunzelt werden.
        Doch nun meine Anwort bezüglich dem, was die USA „auf dem Gewissen“ hätten:
        GRUNDSÄTZLICH: Die Kriege in/gegen Korea, Vietnam sind den damaligen Bestrebungen zur Errichtung eines Weltkommunismus geschuldet. Dahinter standen China und die UDSSR.
        A) Korea war, bevor die Amerikaner intervenierten beinahe zu 90 % vom kommunisten Norden mit Hilfe der Chinesen überrant. In Südkorea fanden Massaker durch die Kommunisten in großem Umfang statt. B) In Vietnam bestand ebenfalls die Gefahr, daß Nordvietnam den Süden unter Kontrolle bringt. Zum damaligen Zeitpunkt gab es im Westen die sogen. Dominotheorie = fällt ein Land in die Hände der Kommunisten, fallen die Nachbarländer ebenso. B) Der Krieg der USA in Vietnam war einerseits halbherzig, andererseits barbarisch gegen die Zivilbevölkerung der Nordvietnamesen. Weder in Korea noch in Vietnam ging es um Öl oder andere Bodenschätze. C) Irak: Hier wurde von Präsident Bush unter betrügerischem Vorwand ein sinnloser Krieg angezettelt. Bush war für mich schon immer ein Psychopath, der unter angeblichen „göttlichen Eingebungen“ stand. Solche Typen sorgen auch dafür (wie Papst Urban mit seinen Kreuzzügen) daß der gesamte christliche Glauben in Frage gestellt wird .D) Libyen: Soweit ich informiert bin, sind dort weder die USA noch andere westliche Staaten involtiert. Die Revolution ging von innen aus. Da jedoch Muslime aus Glaubensgründen niemals eine echte Demokratie führen können (nicht kompatibel mit dem Koran) und nach dem Prizip „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ leben, kann ein muslimischen Staatswesen nicht mit Pluralismus, sondern nur mit einer Diktatur funktionieren. Das haben unsere westlichen Politiker noch immer nicht kapiert. Das gleiche wird uns in Europa noch bevorstehen. Insofern leben wir in Paraguay noch lange friedlich. Möge es so bleiben, dann können wir auch weiterhin in dieser Plattform unsere Meinung frei austauschen.

        1. „Libyen: Soweit ich informiert bin, sind dort weder die USA noch andere westliche Staaten involtiert.“
          So viel Unwissenheit verursacht mir Schmerzen.
          Sie sind eben nicht informiert. VSA, GB und Frankreich haben Libyen in die Steinzeit gebombt.

          1. Wenn Libyen „in die Steinzeit gebombt“ worden wäre, wie kann es dann sein, daß es noch immer so viele blutige Kämpfe gibt zwischen diversen Interessengruppen, die seltsamerweise eines eint: Die Feindschaft gegenüber den Ungläubigen, also den westlichen Staaten? Und weitere Frage: Warum haben dann nach diesem Steinzeitbombardement VSA, GB und FR nicht schon längst die Macht in Libyen übernommen? Irgendwie paßt da etwas nicht ganz zusammen.

        2. Zu großen Teilen gebe ich dir ja Recht, sind wir ähnlicher Meinung. Wenngleich der Errichtung des „Weltkommunismus“ auch der stinknormale Imperialismus gegenübersteht – Wo ist denn da großartig ein Unterschied – menschenverachtend die einen und nur auf größtmöglichen Gewinn aus – also auch menschenverachtend – die Anderen. Oder war die ganze Sklaverei besser?
          Und die USA hatten das Recht, ein Volk vernichten zu wollen, damit es nicht in die Hände der Kommunisten fällt? – klingt nicht christlich.
          Hast du den Koran gelesen? Es gibt noch mehr islamische Glaubensrichtungen als Schiiten und Sunniten. Bitte nicht alles in einen Topf werfen. So pauschal sollte man nicht urteilen.
          Und in Libyen und den anderen arabischen Staaten kamen die „Freiheitsbewegungen“ von Innen heraus? – Bitte Manfred. Du hast solche guten Beiträge mit tiefsinnigen Gedanken. Das glaubst du jetzt doch nicht selbst? Die Frage steht doch immer im Raum: Wem nützt es? – Frage mal in den Archiven der berühmt berüchtigten drei Buchstaben in den USA nach – in einigen Jahren wird es offengelegt werden….- und da muss ich kein Prophet sein 😉

    2. Ein Mennonit aus dem Chaco

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      Moin Manfred, die Mennoniten haben nicht unter die Russen gelitten, das russische Volk ist ein gutes Volk. Wir litten unter das bolschewistische System wie der Rodolfo ganz richtig gesagt hat und ganz besonders unter Machnows Terror Banden die mordend von Dorf zu Dorf zogen, auch das rusische Volk litt unmenschlich unter dieses System. Du sagst Geld kennt keine Moral und ethische Werte, das ist richtig und ich sehe dieses jeden Tag vor meinen Augen. Der mennonitische Glaube ist mehr Schein als Sein. Wenn ein Chaco Mennonit Geld oder ein gutes Geschäft riecht, bekommt er ganz glühende Augen und vergisst die Wirklichkeit um sich, vergessen ist die Predigt in der Kirche, die Moral landet kläglich im Staub der Chaco Straßen. Das ist die Realität, man könnte fast meinen, wir Mennoniten sind Juden. Vieleicht sind wir ja das auch. Wer weiß das? Aber was hat das mit den Kauf von Jagdbomber von Russland zu tun?

  2. Hallo Manfred, Deine Einschätzung der geopolitischen Zusammenhänge mag weitestgehend richtig sein, doch kann ich dadurch nicht unbedingt einen Nachteil für PY erkennen. Die Mennoniten allerdings haben nicht unter den ‚Russen‘ gelitten, sondern unter dem bolschewistischen System.

  3. Manfred,
    leider sind Sie,mit Ihren Kommentaren,auf deutsch gesagt,nicht nur einwenig daneben.Praesident,George….Bush,einen Psychopath,etc. zu nennen,zeigt Ihr geistiges Denken.Auch mit Libyen sind Sie ganz daneben!Die Familie Bush hat in Paraguay Land gekauft,wenn ich Sie waere,wuerde ich aufpassen.Betreffend Russen,hat Sie schon ein Mennonit anderst informiert.
    Nach meiner Ehrfahrung,lebt man in Paraguay gar nicht friedlich.
    Suedamerika hat mit den Chinesen,Russen,Japaner,Koreaner,etc.eine gute Zukunft.
    Die sogenannten,“westlichen“ Laender,haben zuviel,anstaendig gesagt,in Suedamerika, Unfug getrieben.
    Suedamerika ist auf dem besten Weg, in der Zukunft,der reichste,beste,Kontinent,zu werden.
    Was haben unsere Vorfahren,die Europaer,auf der ganzen Welt,in all den Jahren,Millionen von Menschen umgebracht,zu Slaven gemacht.

    1. Hallo Johann, nur kurz zu Deiner Bemerkung, daß ich „aufpassen“ solle, weil Bush in Paraguay große Ländereien besitze. Da bin ich aber ganz unbesorgt. In unserem westlichen, freiheitlichen und demokratischem Wertesystem, das natürlich nicht fehlerfrei ist, muß ich mir wenig Sorgen über freie Meinungsäußerungen machen. Anders wäre das, wenn Putin und Konsorten zu bestimmen hätten.

      1. Und noch eine Erklärung: Ich habe Bush einen Psychopathen genannt. Das ist hart, aber wie sollte man seine Handlungweise anders erklären können? Bush rechtfertigte seinen Einmarsch im Irak mit der Begründung „Gott hätte ihm das gesagt“ Daher ja auch mein Vergleich mit Papst Urban I, der den ersten großen Kreuzzug mit den Worten „Gott will es“ begründet hatte. Wenn Gott tatsächlich einen Krieg in „Auftrag“ gegeben hätte, würde er sich selbst in Frage stellen, denn die Bibel sagt etwas völlig anderes – das genaue Gegenteil „du sollst nicht töten“. und „du sollst deine Feinde lieben.“Also was ist dann Bush? Ein verantwortungsloser Lügner, denn die Einmarschbegründung war nachweislich konstruiert oder hat er ein psychisch gestörtes Verhältnis zur Realität und dem christlichen Glauben? Ich stehe zu meinem Glauben an Gott, aber ich habe in den letzten Jahren so viele unglaubliche Begegnungen mit „Christen“ gehabt, daß ich klar zur Erkenntnis gekommen bin, nicht „überall ist Christ drin, wo Christ drauf steht“ Und solche „Christen“ bringen den Glauben in Verruf oder halten die Menschen davon ab. Das kann man dann ja auch verstehen.

        1. Ein Mennonit aus dem Chaco

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          Bush einen Psychopathen zu nennen, da ist überhaupt nichts verkehrtes dran, das entspricht die volle Realität. Und wenn Gott zu ihm gesagt hat er soll in den Irak einmaschieren, dann darf man das getrost glauben. Bush betet den Gott der Israeliten an und das ist ein wahrer Kriegsgott wie er im Buche steht. Der Gott der Israeliten hat überhaupt nichts gemeinsames mit dem einen wahren Schöpfergott der das ganze Universum mit all seinen Lebewesen schuf. Diese Behauptung wird so manchen Leser verwirren, aber genau das will der Satan, er ist ein Meister der Verwirrung. Leider ist das ganze Christentum dieser Verwirrung zum Opfer gefallen, wir Mennoniten auch. Denkt mal nach und fangt an nach die Wahrheit zu graben. Ihr werdet tief graben, weil die Wahrheit liegt tief unter ein Meer von Lügen vergraben. Nur ein Aufgewachter sieht die Realität vor seinen Augen, ein Schlafender kann sie nicht sehen, weil sein Geist vernebelt wurde, das ist auch eine Kunst Satans dem Menschen in einer verkehrten Illusion zu halten, aber ein jeder hat noch die Möglichkeit diesen Dunstschleier zu zerreißen, wenn er nicht schon ins Schlafkoma rübergegleitet ist.

      2. Nun bin ich doch sehr bestürzt. Das habe ich so nicht vermutet anhand deiner bisherigen Beiträge.
        Freiheitlich demokratisches Wertesystem? Offensichtlich lebst du selbst in einer anderen fremden, heilen Welt. Weder hier noch im „goldenen Westen“ oder in den so umjubelten USA gibt es wirklich Freiheit oder Demokratie. Das sind Schlagwörter, die dem Wahlvolk vor die Füße geworfen werden, die den Menschen die Sinne vernebeln und die Augen verkleistern und die ganzen Wahl-Schafe schlucken alles und fühlen sich wohl….- sie denken nach einer Wahl gar, sie hätten bestimmt, wer ihr Hirte (oder Schlächter) ist. – Und wundern sich dann immer nach der Wahl, dass nichts so ist, wie versprochen. Klage wegen Wahlfälschung oder Wahlbetrug ist unmöglich. Ja, das nennt man dann saubere Demokratie, ein freiheitlich demokratisches Wertesystem.
        Wieso bist du eigentlich dieser Freiheit entflohen?

  4. Hallo liebe Freunde, nun habe ich aber von so manchen die „Hucke voll bekommen“. Ist in Ordnung – so macht kommentieren Spaß. Jeder kann von jedem etwas lernen, wenn er lernfähig ist und bleibt. Und außerdem ist es normal, daß Menschen verschiedene Ansichten haben (können und dürfen), sonst wären wir ja wie seelenlose Wesen ohne eigenem Verstand. Ein langweiliger Zustand. Also weiter so, ich vertrage Kritik allemal und will von mir auch nicht behaupten, daß ich die Wahrheit und den Durchblick gepachtet hätte. Und außerdem freut es mich, daß die Kritik bisher stets ohne ehrverletzende und beleidigende Worte vorgetragen wurde. Einen schönen Tag noch allen!

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