ANDE will Tarife anpassen

Die Interamerikanische Entwicklungsbank (IDB) führt im Moment Erhebungen im Bereich der Stromversorgung in Paraguay durch, speziell steht dabei natürlich der Staatsbetrieb ANDE im Mittelpunkt. Laut dem Präsidenten des Energieversorgers, Victor Romero, soll die Studie im April fertig sein, dann kann man auch feststellen, welche Maßnahmen ergriffen werden.

Romero gab ein Radiointerview gegenüber dem Sender 780 AM und erklärte dabei: „Die Analysen der IDB befinden sich in der letzten und entscheidenden Phase, wenn diese abgeschlossen ist, haben wir Klarheiten. Es wird dabei unumgänglich sein, die Stromtarife anzupassen, dies muss man aber erst an Hand der Zahlen diskutieren.“

„Seit 2002 sind die Preise gleich geblieben, es gab nicht eine Korrektur oder Anpassung, aber andere Komponenten haben sich verändert, bei denen Kosten entstanden sind“, sagte Romero. Er fügte weiter an, dass das Staatsunternehmen eines der wenigen Betriebe sei, die die Preise für ihre Dienstleistung so lange halten konnte und nicht erhöht hat.

Er erinnerte daran, dass schon mehrere Institutionen eine Tarifanpassung angemahnt hätten, damit der Versorger für die Zukunft gerüstet ist.

Eine andere Nachrichtenquelle sagt, dass man eine gerechtere Preisstaffelung einführen wolle, die Reichen sollen mehr und die Armen weniger für den Stromkonsum zahlen. Ebenfalls wurde angemahnt, nicht den Schritt wie bei den Mauttarifen einzuführen, dabei wurden diese teilweise um 100% erhöht, weil auch hier jahrelang keine kontinuierliche Anpassung erfolgte, im April wissen wir mehr über die Auswertung der Studie.

Quelle: ABC Color

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8 Kommentare zu “ANDE will Tarife anpassen

  1. Man braucht nur die Kosten auf ALLE zu verteilen und schon ist keine Preissteigerung notwendig. Aber da hätten die Herren Funktionäre sicher etwas dagegen, dass sie selbst den vollen Betrag bezahlen sollen und die Wähler, die bisher nur schmarotzen und illegal Strom ziehen, will man ja schließlich auch nicht verprellen. Es sind schließlich viele Bürgermeisterwahlen in 2015. Also zahlen die Ehrlichen wie immer die Zeche.

    1. Ach ja – und wer will die Einschätzung vornehmen, wer arm ist und wer nicht?
      Ich denke mal, schlagartig haben wir wieder tausende von armen Funktionären mehr ;-(

  2. Die Ande soll erstmal schauen, daß auch alle die Strom beziehen, den auch bezahlen.
    Die „Armen“ hängen ja sowieso nur einen Haken an die Leitung.

    Und bevor sie mehr kassieren, sollen sie die Infrastruktur in Ordnung bringen.

    Eine Wolke am Himmel, Windstärke 1, ein Donnergrollen in der Ferne…………Kein Strom.

    Das wäre dann wie mit der Maut.
    Man erhöht die Preise um 100%, verbessert wird nicht.
    Nur die Taschen der Oberen werden immer praller.

    1. Da hast du vollkommen Recht.Verfaulte Strommasten,die Stromleitungen hängen so tief,das ein sechs Jahre altes Kind ohne Probleme die Leitung anfassen kann.Wenn Stromausfall ist,und man bei der Ande anruft,kommt sowieso keiner.Also muss man den Dorfelektiker anrufen um das Problem zu beheben.Was natürlich nicht umsonst geschieht.Und die,die nur einen Haken (Gancho) haben,juckt das nicht.Weil die haben meistens sowieso keine Gefriertruhe mit 50 oder 100 Kg Fleisch.Die können einfach nur nicht mehr Musik hören.Ich liebe dieses Land,aber die Ande und auch Tigo hasse ich.Beide wollen viel Geld für wenig Leistung.So ist es oft,wenn man auf dem Land lebt.In dem Sinne.

  3. Aber keiner spricht über das Übel Nummer 1 im ganzen Staat bzw. Kontinent: zu viele Mitarbeiter, die absolut nichts tun oder sogar Planilleros sind.

    1. Das trifft aber nur auf die „Oberen“ zu. Ich kenne viele Ande-Mitarbeiter, die unter Bedingungen arbeiten (Regen/Sturm) und Leitungen reparieren… – da würden die Gewerkschaften in DACHL aber STurm laufen und die Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen keinen Finger rühren..

  4. Was sehr interessant ist, dass eine Entwicklungsbank vorgeschoben wird die die Preiserhöhung wohl dann festlegt! Wenn Sie Entwicklung unterstützten dann sollen sie die Zeche zahlen!
    Ich zahle z.Zt. so viel wie in der BRD. Ein Bekannter lachte und sagte: Du zahlst für die anderen um Dich herum mit! Die Frechheit ist ja schon das die Einheimischen einen anderen Tarif erhalten als die Deutschen die zugewandert sind! Wenn schon überall alles auf den „Neusten Stand“ gebracht wird dann sollten auch die freihängenden Holztraversen verschwinden! Die Masten aus Holz in Beton umgetauscht werden und …. den Service verbessern!
    Warte mal darauf das es hier auch einer schafft eine Konkurenz zu Ande aufzubauen; wie es bei Tigo geschied!
    Dann zählt Leistung! In diesem Sinne eine schöne „Stromzeit“!

  5. Einsparungspotential wohin man schaut. Wenn sich mit einer Preiserhöhung zumindest die Verlässlichkeit verbessern würde. Aber das tuts ja nicht. Eine Konkurrenz wird es nicht geben. Nicht nur das die Strommafia dies niemals zulassen würde, die Konkurrenz könnte sich ja in kein funktionierendes Stromnetz einkaufen, sondern müsste ein ganz neues aufziehen.
    Hat Tigo Konkurrenz ??…..Ich seh niemanden. Hier gibts doch Preisabsprache pur. Oder hat schon mal jemand erlebt, das Einer dieser 5 Anbieter wirklich mal einen Preiskampf einbrachte ? – mitnichten, alle fahren bei allerniedrigstem Power und sehr schlechter Dienstleistung auf allerhöchstem Preisniveau……….Und das auf den Guarani genau ! Und das schon seit Jahren !!