Ñemby: Baden ist bei den sommerlichen Temperaturen angesagt. Aber Unglücke sind keine Seltenheit bei dem Vergnügen. Anwohner fordern nun die Behörden auf, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, sodass kein Unglück an der Lagune von Ñemby eintritt.
In der Nähe des alten Steinbruchs der Gegend befindet sich ein kleiner See. Sie wurde aufgrund der Abbrucharbeiten erschaffen und birgt viele Gefahren.
Das hält die Menschen aber nicht ab, dort zu baden. Umweltorganisationen und lokale Behörden fordern Wachen zu installieren, damit dem Treiben ein Ende gesetzt wird. Hugo Cespedes, von der Nachbarschaftskommission aus Ñemby, sagte, mehrere Personen würden täglich in der Lagune schwimmen oder sich erfrischen. Es besteht aber die große Gefahr, dass sich Steine und Geröll an den umliegenden Hängen lösen und Personen verletzen. Außerdem soll es in dem Gewässer Untiefen geben, die zusätzlich für Gefahr sorgen könnten.
Cespedes erklärte, seine Organisation hätte die Gemeinde schon oft auf die Gefährlichkeit des Objekts angesprochen, aber keine konkrete Antwort bekommen. „Wir bekamen gesagt, dass Ministerium für öffentliche Bauen und Kommunikation (MOPC) ist für die Verantwortung des Steinbruchs zuständig“, sagte Cespedes.
Vor Kurzem wurde dem Betreiber Concret Mix die Lizenz für den Steinbruch entzogen, dieser Bescheid wird aber angefochten. Der Rechnungshof muss noch über die Sachlage entscheiden. Die Anwohner befürchten, dass die Ausbeute von Steinen an dem Berg von Ñemby wieder fortgesetzt werden könnte.
Quelle: Ultima Hora










Philipp
Wie waere es, ein Schild hinzustellen? – Baden auf eigene Gefahr oder so was aehnliches. Eltern haften fuer Ihre Kinder.
Ein Wachmann hinstellen – die sind doch nicht ganz knusper.
wolfgang
Ein Wachmann an zu stellen, die haben nicht alle Tassen im Schrank!
Ein Schild hin stellen ist das Feigenblatt wir haben etwas gemacht. Wenn etwas passiert ihr seit selbst Schuld.
Das Baden geht weiter mit oder ohne Schild,Wachmann oder Zaum Selbst in Deutschland haben da die Kiesgruben ihre Kiesgruben und Steinbrüche ihre Sorgen. Es muss nur Warm genug sein!
Philipp
Natürlich geht das Baden weiter – wär ja was ganz neues, wenn sich Paraguayer an was halten würden. Wenn was passiert, kann man aber den schwarzen Peter nicht der Municipalidad schieben, wenn da an Schild steht.
Aber bis da ein Schild steht, vergeht bestimmt noch ein Jahr.
Die Municipalidad muss sich ja erst Fördergelder holen. Sobald erhalten, wird ausgeschrieben welche „Consultoría“ den Entwurf für die Ordenanza Municipal macht. Das dann der Vetter des Bürgermeisters diese Ausschreibung gewinnt, ist rein zufällig. Dieser beauftragt dann einen Anwalt als Subcontratista, der den „Gesetzestext“ erstellt. Etwa eine halbe Seite dürfte dafür reichen. Der Vetter muss nur abnicken und unterschreiben, da er ja der „Representante legal“ ist.
Der Wisch wird dann in die Municipalidad eingereicht und überprüft. Ist alles okay, wird eine Resolucion erstellt und mit der Unterschrift des Bürgermeisters, des Concejals, der Escribana und des Directors für Medio Ambiente formalisiert.
Nun braucht man nochmal Fördergelder, um auszuschreiben welche Firma das Schild herstellt und da hinstellt. Also nochmal Ausschreibung und diesmal gewinnt – wer haette das gedacht – der Schwiegersohn des Bürgermeisters die Ausschreibung. Dieser beauftragt einen Handwerker, das Schild zu erstellen. Dummerweise hat man in der Ausschreibung vergessen, dass das Schild auch ein Fundament braucht, sodass der Handwerker das Schild einfach nur in den Boden stochert.
Zwischenzeitlich meldet sich die SEAM zu Wort und mahnt, dass dieses Vorhaben auf jeden Fall ein „Estudio de Impacto Ambiental“ (Umweltverträglichkeitsprüfung) braucht und fordert die Gemeinde auf, dies auch noch zu mache. Und wieder das gleiche Spiel: Fördergelder beantragen, ausschreiben, vergeben, subcontratar, Resolución (diesmal durch die SEAM) und die Bewilligung bekommen.
Jetzt ist das Schild wirklich vollumfänglich genehmigt!
Aber: Nach einer Woche ist das Schild nicht mehr an seinem Platz, ein Augenzeuge berichtet, dass jemand einfach das Schild mitgenommen hat! Man findet es in einem Armenviertel. Jemand nutzt das Schild als neue Tür seiner Bleibe.
retto
an der Cantera in Ypacarai hat man letztendlich einen Zaun drumrum gezogen, da ist jetzt Schluß