Die Hungersnot in Paraguay nimmt zu

Asunción: Neben den riesigen Hochhäusern in Asunción, den edlen Einkaufszentren und Luxushotels gibt es eine dunkle Seite in Paraguay. Sie dürfte einigen nicht gefallen, denn die Hungersnot im Land nimmt zu.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) enthüllte in ihrem letzten Bericht in Rom über den Zustand der Ernährungssicherheit.

Die Rangliste, in denen die Hungersnot zwischen 2014 und 2016 gewachsen ist, führen Venezuela und Paraguay in Südamerika an.

Ökonom Ricardo Rodriguez Silvero wies darauf hin, dass das Modell des Wachstumes, das im Land stattfände, nicht alle mit einschließe. „Es gibt gute Zahlen beim Wirtschaftswachstum und in anderen Bereichen von Paraguay. Jedoch hat dies Auswirkungen auf die Verarmung der Schichten im unteren Niveau der Sozialpyramide. Es herrscht ein Ungleichgewicht“, sagte Silvero. Einfach ausgedrückt: Die Armen werden immer ärmer, die Reichen immer reicher.

Die unteren Schichten der Bevölkerung sind nicht in der Lage an dem wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt teilzunehmen. „Es kann gut sein, dass Paraguay unter den Ländern mit dem höchsten Wirtschaftswachstum in Südamerika liegt. Die Armut ist nominell zwar reduziert aber in der Praxis bleibt sie hoch und viele Menschen hungern“, sagte der Ökonom.

Wochenblatt / 5Dias

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5 Kommentare zu “Die Hungersnot in Paraguay nimmt zu

  1. Aber Hauptsache unseren Politikern geht es gut! Sie schlemmen in der Luxuskantine des Kongresses wie die Fürsten. Nichts kann teuer und üppig genug sein, denn ihre Arbeit ist ja so schwer, verantwortungsvoll und aufopfernd. Ich wäre dafür, daß in Paraguay jährlich ein „Tag der Hungernden“ eingeführt wird. Für alles mögliche gibt es einen Gedenktag, doch wer denkt schon an die vielen Menschen im Land, die sich nicht richtig ernähren können und keine ordentliche Bildung bekommen? Wie wäre es, wenn an diesem Solidaritätstag für alle Hungernden in ganz Paraguay Jedermann/Jederfrau auf ein üppiges Mahl verzichtet und statt dessen bei öffentlichen Veranstaltungen ein Eintopfessen serviert bekäme. Die Köche dieser Eintopfküchen könnten vorzugsweise die Abgeordneten und Senatoren bis hin zu den Ministern sein. Der Erlös aus diesem gemeinsamem Volkseintopfessen incl. zusätzlicher Spenden sollte zu 100 % den Armen und Hungernden des Landes zugute kommen.

    1. Wenn ich mich nicht täusche, gibt es doch dieses Teleton, wo ja auch Spenden gesammelt werden. Ich glaub für Waisenkinder, vielleicht auch für Hungernde.
      Dann gibt es manche Supermaerkte, die Aktionstage haben, wo man auch das Eben gekaufte spenden kann.
      Zum Glück gibt es doch etwas Solidarität im Land.

    2. Simplicus dein komentar ist so 100% richtig und gut; solche gute comentarios sieht man nur selten;der problem in diesem land ist das es nur fuer 1 tag richtig geht die andern 364 wird weiter geklaut.

  2. Es wurde darüber diskudiert, den „Landlosen“ ihre Schulden zu erlassen, was 25 % des Staatshaushaltes ausgemacht hätte.
    Wieviel Promille würde es wohl ausmachen hungerde Menschen satt zu machen?
    Das Land der Ignoranten!