Kontaminiertes Trinkwasser trotz eines der größten Süßwasserreserven

Bahia Negra: Wasser ohne angemessene sanitäre Einrichtungen muss aus dem Paraguay Fluss geholt werden, trotz großer Süßwasserreserven. Abfälle und Ölverschmutzungen durch Binnenschiffe verseuchen die lebenswichtige Flüssigkeit. Trotzdem gibt es kaum Alternativen.

Alto Paraguay hat einen riesigen Schatz unter sich, das Gran Pantanal, eines der größten Feuchtgebiete auf unserem Planten. Es liefert Süßwasser, jedoch gefährden die Abholzung und Umweltverschmutzung seinen Bestand. Bewohner aus der Region, die diese Ressourcen nutzen könnten, sind nicht in der Lage dazu.

Brasilien, Bolivien und Paraguay haben Anteile am Pantanal, letzteres etwa 7%, das entspricht einer Fläche von 15.000 km². Jedoch müssen Bewohner aus Bahia Negra Wasser aus dem Fluss trinken, ohne irgendeine Aufbereitung. Es gibt in dem Ort vom Chaco weder eine Trinkwasseraufbereitungsanlage noch eine Kanalisation. Die Abwässer fließen in den Fluss. Müll wird ebenso entsorgt.

„Die Wasserpumpen funktionieren kaum. Filter sind verschmutzt. Ersatzteile kommen per Schiff aber auch nur ab und zu“, sagte ein Mitglied der Wasserkommission aus Bahia Negra.

34% der Bevölkerung in Paraguay konsumieren Trinkwasser, das zu 75% kontaminiert ist, sagt ein Bericht des Gesundheitsdienstes für den Bereich sanitäre Einrichtungen (Erssan) aus.

Täglich gehen Frauen mit 20 Liter Eimern aus Puerto 14 de Mayo bei Bahia Negra zum Paraguay Fluss und holen Wasser.

„Wir brauchen eine Trinkwasserversorgung und einen Gesundheitsposten. Es gibt immer wieder Durchfallerkrankungen. Der schnellste und sicherste Weg für eine Behandlung ist der Weg zum Schamanen“, sagte Francisca Vera.

Wochenblatt / Ultima Hora

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3 Kommentare zu “Kontaminiertes Trinkwasser trotz eines der größten Süßwasserreserven

  1. Die faltigen Säcke, die im Tschopping Del Sol ein- und ausfahren, haben Trinkwasser. Alles was zählt.

  2. Das Geld fürs Trinkwasser ging schon für Schönheitsreparaturen an Politikerinnen drauf, sowas wie Ärsche richten uns so?

  3. Die Senasa, eine Behoerde des Gesundheitsministeriums, ist hierfuer zustaendig, fuer kleine Ortschaften. Diese haben in den letzten Jahren schon viele kleine Ortschaften mit einem oeffentlichen Wassernetz ausgestattet. Die Aufbereitung bei Tiefbrunnenwasser ist „lediglich“ eine Chlordesinfektion, bei Flusswasser ist die Aufbereitung aufwaendiger und teurer.