Das Rätsel um zwei verschwundene minderjährige Soldaten im Chaco

Capitán Mayor Pablo Lageranza: Zwei Soldaten, noch minderjährig, verschwanden spurlos während ihrem Militärdienst in der Kaserne Pablo Lagerenza, im Chaco, nahe der Grenze zu Bolivien. Nach 20 Jahren fordert man endlich den Fall aufzuklären.

Das Nationale Büro für Frieden und Gerechtigkeit (Serpaj), eine lateinamerikanische Bewegung, die die Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit fördert, macht jetzt Druck. Cristian Ariel Núñez und Marcelino Gómez, beide erst 14 Jahre alt, verschwanden spurlos am 3. Februar 1998, als sie nach Kühen ihrer Militäreinheit suchten. Sie standen unter dem Kommando von dem damaligen Leutnant Blas Vera. Die Überreste der Minderjährigen wurden nie gefunden.

Nach Monaten und Jahren nach Suche der Gerechtigkeit und mangels Antworten wandten sich die Angehörigen an die Interamerikanische Menschenrechtskommission. 2009 erkannte Paraguay das Verschwinden der Minderjährigen an.

Als Ergebnis entstand eine gütliche Vereinbarung mit mehreren Punkten, die als Aufforderung die öffentliche Vergebung, wirtschaftliche Entschädigung, Rentenzahlungen und weitere enthielten. Sogar zwei Straßen in Caaguazú wurden nach den Vermissten benannt, sowie eine Gedenktafel in der Militärbasis errichtet, in der sie verschwanden.

Serpaj kritisiert jedoch, dass der paraguayische Staat eine Vereinbarung nicht eingehalten habe: „Alle Maßnahmen, die zur Verfügung stehen, einzusetzen, um die Fakten zu untersuchen und alle Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, für die erlittenen Nachteile des Verschwindens der beiden minderjährigen Soldaten“.

Wochenblatt / ABC Color

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