Ein ganz normaler Sonntag

Quyquyhó: Am gestrigen Sonntag wurde in der Stadt im Departement Paraguarí ein neuer Bürgermeister gewählt. Dabei kam es zu einigen fragwürdigen Szenen.

Der ehemalige Bürgermeister Martín Esteban Samaniego, der von einer Gruppe Personenschützern begleitet wurde, ließ diese nach einer kleinen Ungereimtheit gegen Blauhelme Faustschläge austeilen. Ein junger Wähler gab seine Stimme ab und machte danach ein Foto vom Stimmzettel. Seine Stimme wurde annulliert. Samaniego versuchte gar nicht erst verbal ein Konflikt zu lösen. Alle die sich ihm oder seinen Bodyguards in den Weg stellten, wurden getreten oder geschlagen.

Seine Ehefrau Patricia Adriana Corvalán hingegen war auch nur ungenügend auf die Wahl vorbereitet. Als sie zur Wahlurne kam, merkte sie, dass sie keinen Ausweis dabei hatte, was es ihr unmöglich machte ihre Stimme abzugeben. Dies war zum Glück nicht entscheidend, denn sie kandidierte und gewann trotzdem die Wahl mit einer Differenz von 184 Stimmen zu Clementina Fernández.

Die Frage warum fünf Bodyguards es nicht schafften den Ausweis der Ehefrau ihres Arbeitgebers von zu Hause zu holen, damit diese doch noch wählen kann, bleibt weiterhin unbeantwortet.

Wochenblatt / Abc Color

CC
CC
Werbung

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kommentare themenbezogen sind. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Verfassern, die sachlich und klar formulieren sollten. Kommentare müssen in korrekter und verständlicher deutscher Sprache verfasst werden. Beleidigungen, Schimpfwörter, rassistische Äußerungen sowie Drohungen oder Einschüchterungen werden nicht toleriert und entfernt. Auch unterschwellige Beleidigungen oder übertrieben rohe und geistlose Beiträge sind unzulässig. Externe Links sind unerwüscht und werden gelöscht. Beachten Sie, dass die Kommentarfunktion keine garantierte oder dauerhafte Dienstleistung ist. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung oder Speicherung von Kommentaren. Die Entscheidung über die Löschung oder Sperrung von Beiträgen oder Nutzern die dagegen verstoßen obliegt dem Betreiber.

1 Kommentar zu “Ein ganz normaler Sonntag

  1. Nun ja das ist nicht gerade Vertrauenerweckend.
    Politiker die diese Art von Ballet organisieren
    sind bestenfalls als Pausenclown zu gebrauchen.