Ärztlicher Kunstfehler: Als Strafe kostenlos operieren

Asunción: Ein ungewöhnliches Urteil der paraguayischen Justiz erregt die Gemüter. Ein Arzt wurde wegen einem Kunstfehler verurteilt, soll aber weiter als Strafe kostenlos operieren.

Vor zwei Jahren wurde der Arzt Miguel Carvallo von zwei Frauen angezeigt, die nach einer plastischen Operation Folgeerscheinungen hatten.

Dies war die Eröffnung des Prozesses, in dem der Mann des Fehlverhaltens für schuldig befunden wurde, aber dennoch traf das Gericht eine ungewöhnliche Entscheidung, dem Gefängnis folgende alternative Maßnahme zu gewähren: Er muss ein Jahr lang im Krankenhaus Quemado kostenlose plastische Operationen durchführen.

Dies löste Entsetzen im Krankenhaus aus, da es sich um einen Arzt ohne die erforderliche Lizenz handelt, der ihn als plastischen Chirurgen qualifiziert. Außerdem ist er wegen Behandlungsfehler schon verurteilt worden.

Der Klinikleiter Bruno Balmelli sagte, dass er es nicht akzeptieren werde, wenn Carvallo Operationen im Krankenhaus durchführe. Er habe engagierte Mitarbeiter mit jahrelanger Ausbildung und seine Patienten würden mit Qualität und Wärme behandelt.

Die Nachricht erreichte auch die Patienten und Eltern von Kindern, die im Krankenhaus behandelt wurden. Sie brachten ebenfalls ihre Besorgnis zum Ausdruck und betonten, dass sie es nicht zulassen würden, von dem verurteilten Arzt behandelt zu werden.

Wochenblatt / Paraguay.com

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4 Kommentare zu “Ärztlicher Kunstfehler: Als Strafe kostenlos operieren

  1. Wenn dieses Urteil Schule macht, dann werden demnächst korrupte Politiker dazu verurteilt, künftig kostenlos Politik zu machen. Na, servus!

  2. Bungenzrecher

    Das ist toll. Ich muss mich operieren lassen. Wo muss ich mich melden, wenn es denn schon gratis ist. Na, ok, gratis, dann kann ich mir einen Deo leisten. Doch den werde ich, vielleicht, erst nach der Operation kaufen.

  3. Christian2005

    Erzwungener OP Dienst? noch dazu von einem wegen Fehlleistugen verurteilten? Wer denkt sich sowas aus bitte? Achsoo, ein edjukatierter Paraguayer, alles klar,…was für ein Spackenland.