Abbau von staatlichen Angestellten gewollt

Asunción: Das Team um den neugewählten Präsidenten der Republik, Horacio Cartes, beabsichtigt die staatlichen Funktionäre rationell einzusetzen und nicht nach Gutdünken. Als negatives Beispiel gelten die letzten fünf Jahre, in denen aus 167.000 permanenten Staatsdienern 209.000 wurden.

Der Frühjahrsputz wurde schon vom jetzigen Finanzminister Manuel Ferreira angeraten, da fast der komplette Haushalt nur für Lohnkosten aufgewendet wird ohne einen effektiven Nutzen.

Germán Rojas, Berater von Cartes und eventueller Nachfolger von Ferreira, steht zu dem Wort des Finanzministers. Allerdings verweist er darauf, dass die Staatsdiener und deren Stellen ein heikles Thema sind, da auch viele auf ihren Posten geeignet sind.

Obwohl Ferreira und Rojas einer Meinung sind gibt es auch staatliche Unternehmen wie die Copaco samt Vox, die nicht effektiv sein können, da sie Konkurrenz aus dem privaten Sektor haben.

Laut dem Sekretariat für öffentliche Funktionen (SFP) hatte der Staat im März dieses Jahres 257.419 Funktionäre, wovon 210.000 dauerhaft angestellt sind während 47.419 Zeitarbeitsverträge haben.

Darunter sind sie Unternehmen Copaco mit 5.340 Funktionären, die Essap mit 1.755, die Ande mit 5.350 und die INC mit 1.072.

Rojas sucht nun nach einem System um die Anzahl zu rationalisieren. Ein Ausgliederungsprogramm mit Frührenten und ein Mindestalter zum Verlassen des Arbeitsplatzes könnten dabei hilfreich sein.

„Die Rationalisierung darf nicht einfach nur die Kündigung bedeuten. Es gibt gute Leute im Personalstamm jedes Unternehmens genauso wie es welche gibt die es nicht verdient haben da angestellt zu sein“, erklärt er.

Die Situation muss ausgiebig analysiert werden und zwar auf die Folgen für das Land und nicht nur für das Unternehmen.

Da es zu keiner Hexenjagd kommen soll wird Arbeitsplatz für Arbeitsplatz überprüft, ob der Angestellte für den Posten überhaupt geeignet ist, d.h. ob er eine Eingangsprüfung bestanden hat.

„Präsident Cartes will keine Hexenjagd veranstalten, er will nur sicherstellen, dass Leute die im öffentlichen Dienst arbeiten auch etwas bewerkstelligen wollen und nicht nur einen Posten zum Kassieren. Das ist ein riesiger Unterschied“, fährt er fort.

Er signalisiert auch, dass eine fundamentale Lektion für alle sein sollte: „Der öffentliche Dienst ist da um den Bürgern zu dienlich zu sein. Arbeit gibt’s immer, nur Posten zum einfachen verdienen werden aussterben“.

(Wochenblatt / Última Hora)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

6 Kommentare zu “Abbau von staatlichen Angestellten gewollt

  1. Da hat Herr Rojas recht. ‚Der öffentliche Dienst ist da, um den Bürgern dienlich zu sein.‘ Diese Erkenntnis hat sich in 60 Jahren Coloradoregierung, also auch in den restlichen Monaten Liberalenamtszeit leider nur noch nicht herumgesprochen. Ja, ja und ‚viele sind für diese Tätig im Staatsdienst wirklich geeignet‘, ca. 15%. Der Rest ist damit beschäftigt sich Fingernägel zu lackieren, mit dem novio/a zu telefonieren oder per Comp. neue Bekanntschaften in den gängigen Portalen abzumachen. Und bis zum Amtsantritt im August fließt bekanntlich noch viel Wasser den Rio Paraguay hinunter, soll heissen, daß von den ca. 80% Staatsbediensteten mit Colorado-Parteibuch, 0% entlassen werden und von den restlichen mit Liberalen-Parteibuch einige auf Staatskosten mit himmlischen Abfindungen in den vorzeitigen Ruhestand versetzt werden.

  2. Cartes ist kein Politiker, Er ist ein Unternehmer der weiß wie der Haase in der Wirtschaft läuft und Er wird sich kein X vor einem U machen lassen.
    Bei Cartes geht Ökonomie vor Idiologie und da werden viele Köpfe rollen, unabhängig welcher Partei Sie angehören.

    1. Schön wäre es – leider nur ein Wunschtraum. Der von den Colorados aufgebauschte und von Lugo und der PLRA vollendete Wasserkopf wird weiterhin viel Geld kosten. Man entläßt ein paar Blaue und das war`s. Ausserdem muss Cartes doch etliche Leute entlassen und dafür ein paar neue Institutionen schaffen (z.B. eine große Behörde mit 1000 Leuten, die prüft, welche Stellen unnütz sind, damit man 100 Leute entlassen kann) – er braucht doch Platz für das eigene Gefolge. Und letztendlich wird viel mehr Geld verpulvert als vorher. – Schließlich ist er Unternehmer und kein Politiker!

  3. Erich@….Tschuldigung, aber das ich nicht lache…….der Cartes kann garnix ohne jene die ihn gemacht haben…..

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .