Abgelaufene Produkte: Behörde fordert Verbraucher auf sich zu melden

Coronel Oviedo: Abgelaufenen Produkte in Geschäften sind nicht nur ein Ärgernis, sie können auch gesundheitsschädlich sein. In Coronel Oviedo ging die Behörde für Verbraucherschutz jetzt gegen diesen Missstand vor.

Die Produkte waren laut ihrem Label abgelaufen. Von 12 überprüften Räumlichkeiten fanden sich bei acht Beanstandungen. Sie wurden wirtschaftlichen Sanktionen ausgesetzt, die durch ein Gutachten des Instituts festgelegt werden.

Es handelte sich bei den Produkten um Erfrischungsgetränke, Milch, Butter, Dulce de Leche, Kekse, Salatsoßen und Windeln, die im städtischen Schlachthof in Anwesenheit von Beamten der Stadtverwaltung aus Coronel Oviedo, Caaguazú verbrannt wurden.

Obwohl der Wert der Waren nicht genau quantifiziert werden konnte, wird angenommen, dass es sich um eine dreistellige Millionensumme (Guaranies) handeln könnte.

Der Leiter der Abteilung für Verbraucherschutz in Coronel Oviedo, Guzmán Guerrero, forderte die Öffentlichkeit auf, Beschwerden zu erheben, falls in Geschäften oder Supermärkten abgelaufener Produkte entdeckt würden, und fügte hinzu, dass sie anonym behandelt werden.

„Wir bitten die Geschäftsleute, uns zu verstehen, denn wir arbeiten für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Bürger“, betonte Guerrero.

Wochenblatt / Ultima Hora

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16 Kommentare zu “Abgelaufene Produkte: Behörde fordert Verbraucher auf sich zu melden

  1. Vor allem in den Despensas nehmen sie es mit dem Verfallsdatum nicht so genau. Aber wer achtet schon darauf. Ist mir auch nur per Zufall bei den Despensen aufgefallen, heute schaue ich drauf und zwar vor der Bezahlung.

  2. Abgelaufene oder kurz vor dem Ablauf stehende Produkte in den Angeboten sind doch in PY nichts Besonderes, eher die Regel! Dazu kommen die ständigen Preismanipulationen, hauptsächlich bei STOCK! Viele Artikel stehen am falschen Preisplatz der Preisleiste darunter, so daß man auf den angeblich „günstigen“ Preis herein fällt. Das sind keine Einzelfälle, sondern das hat System! Neuerding werden Bierdosen, beinahe aller Hersteller, nur noch mit 269 cc Inhalt zum gleichen, alten Preis angeboten. Der Handel in PY handelt nicht nur verbraucherunfreundlich, das ist schon unverschämt und verantwortungslos. Die Verbraucher werden hier rigoros „ausgequetscht“ wie eine Zitrone. In Deutschland z.B. kalkuliert der Lebensmitteleinzelhandel mit 4-6 % Gewinnspanne – in Paraguay dürfte das bei wenigsten 20 – 30 % liegen. Und im übrigen Handel sieht es auch nicht besser aus. Wer gar so blöd ist und in diesen Einkaufstempeln einkauft, der wird ja total abgezockt. Wie könnten diese Händler auch sonst exstieren, bei den geringen Umsätzen? Man kann in diese Shoppings gehen wann man will, kaum Kunden, nur „Pilger“ um zu sehen und gesehen zu werden, mangels alternativer Freizeitangebote.

    1. Ja, der STOCK Supermercados ist ein ganz besonders linker Laden. Noch in keinem anderen Saftladen ist mir so häufig aufgefallen, dass die Preise am Regal viel tiefer sind als dann an der Kasse verrechnet wird.

      1. In den Gängen sind Lesegeräte, mit denen der Preis anhand des Strichcodes korrekt ausgelesen werden kann.
        Unter dem Strichcode ist die Artikelnummer angegeben. Diese findet man an den Preisschildern am Regal auch;
        oftmals zwar einige Zentimeter daneben. Mit etwas Aufwand findet man also die richtigen Preise.
        Preisbewusstes Einkaufen in Paraguay ist mit Arbeit verbunden.

        1. Ja. Auch wegen diesen Produktescanner gehe ich am liebsten im Stock einkaufen. Meistens stimmen die Preise ja, der Laden ist sauber, europ. Stiyle und keine Gorillas mit Pumpaction am Eingang.
          Mache ich auch immer so, vor allem bei Aktionen muss man den Scanner benutzen. Das Gute ist, der Preis der kleinen Scanner ist dann auch derjenige an der Kasse.
          Das Problem liegt wahrscheinlich einfach darin – denn sonst finde ich den Stock ok- dass sie Aktionen machen und anschreiben, aber erst zwei Tage später die Aktionspreise auch im Systema erfassen.

    2. wenn du nicht gerade in deinen Kommentaren einen völlig bananel Zusammenhang zur Situation flüchtender Menschen aus Kriegsregionen herbeizauberst, an denen u.a. die Deutsche Rüstungspolitik und Lobby maßgeblich beteiligt ist, kann man relativ häufig deiner Meinung sein.
      Ich kaufe oft frische Produkte wie Fleisch und Milchprodukte in den großen Supermärkten, weil die anderen leider genauso teuer und in der Qualität oft schlechter sind. Rückblickend weiß ich nicht, wann ich das letzte mal an der Kasse nicht etwas hab liegen lassen, weil der Preis an der Kasse ein anderer war.

  3. Und Kochsalz, dass Millionen von Jahren in Salzstoecken lagert, hat ploetzlich ein Verfallsdadum wenn es in der Schachtel ist. Das ist alles nur fuer Leute gemacht die von den Dingen beherrscht werden und nicht mehr die Dinge beherrschen! Davon gibt es mittlerweile jede Menge.

  4. Kaufte auch schon Schinken, der nach Etikett erst in 14 Tagen verpackt wird und dann noch 3 Monate geniessbar sein soll, oder gestern Frischweichkäse in Plastikfolie der schon über ein Monat abgelaufen war und beim öffnen die ganze Küche verstank. Die zu Preisen zum Teil weit über Europäischen Niveau. Bei Milchprodukten wird auch gerne das abgelaufene Datum mit dem Preiskleber überdeckt. Was ich zurück bringe wird einfach wieder ins Regal gestellt, wieso Windeln ein Verfalldatum haben? Eine Kontrolle macht schon Sinn.

  5. Die freie Marktwirtschaft ist doch für alles die Lösung weil sie regelt. Jeder Experte versichert uns das. Die wirkliche Wahrheit ist, dass maximal der Staat regelt, wenn er funktioniert. Die Wirtschaft tut nichts anderes als an den Gewinn denken.

    1. Gesetz 514: kein Pils', Brahma, Munich noch Schnaps bei den Mennoniten. Mennonit: "dann saufe' ma halt in der Fenz das Bier".

      Das kann ich nur 100% unterschreiben. Das deckt sich vollkommen auch mit der mennonitischen Realitaet.
      Der Markt regelt gar nichts – Dr. Bontrup. https://www.youtube.com/watch?v=qPl1_TzLuMs&t=2704s
      Die liberalisierte oekonomie ist nicht mehr regulierbar – Dr. Bontrup. https://www.youtube.com/watch?v=ENXXrkE30SA

      Deswegen sag ich schon lange dass „der Markt“ eine Maer ist erfunden damit die Reichen die Preise in die hohe treiben koennen. Das erklaert auch dass die Viehpreise in Paraguay nicht mal annaehernd in Realation zu den Kosten stehen.

  6. Gesetz 514: kein Pils', Brahma, Munich noch Schnaps bei den Mennoniten. Mennonit: "dann saufe' ma halt in der Fenz das Bier".

    Nach ABC Color gehoert die STOCK Ladenkette den Vierci die auch die Zeitung Ultima Hora eignen. Diese sollen anfang 1900 von Venedig in Paraguay eingewandert sein. Sind also gewiefte venezianische Kaufleute. Du wirst bemerkt haben dass es oft ziemlich warm in deren Supermarkt ist. Das ist um Strom zu sparen wenn die Klimaanlagen aus sind. Deren Reporter werden die Klimaanlagen auch aus den Wagen ausgebaut um Sprit zu sparen (Ultima Hora). Ich geh da nie mehr einkaufen da eben die Preisdifferenz oft enorm ist von Preisschild und Kassenpreis (spart Papier der Preisschilder). Andererseits protestier mal wegen ausgelaufenen Lebensmittel bei den Mennonitenkooperativen. Die drohen dir dann partout mit Rauswurf aus der Sozialversicherung. Tja, so geht das dann. Ich kenn keinen Mennoniten der sich jemals beschwert haette wegen abgelaufene Lebensmitteldatums, denn jeglicher Protest wird ungern gesehen bei den Mennoniten (man singe nur Lobeshymnen).

  7. Gesetz 514: kein Pils', Brahma, Munich noch Schnaps bei den Mennoniten. Mennonit: "dann saufe' ma halt in der Fenz das Bier".

    Per Gesetz duerfen die Haendler in Paraguay bis zu maximal 30% mark-up (Gewinn) auf das Produkt raufschmeissen. Bei Waffenhaendlern in den Mennonitenkolonien sind es gewoehnlich 300% Mehrwert den sie den Produkten geben (wo sie nur bis zu 30% darauf gewinnen duerften).
    Der „Markt“ regelt eben nichts. Preise werden willkuerlich von den Anbietern gemacht wo dann die Konkurrenz nicht etwa die Tendenz haette die Preise etwas zu druecken sondern es ist eine Frage der Ehre genauso teuer zu sein wie der Rest der Anbieter. So funktioniert das in Paraguay.
    Eine angenehme Ausnahme ist die Pulvermilch von Trebol die bedeutend billiger ist als die Konkurrenz – nur eben das wird auf kosten der Milchbauern ausgetragen. Kuerzlich wurden die Milchpreise die die Milchbauern bekommen versteckt gesenkt (man spielte da mit Qualitaet und Grundpreis rum) so dass dem Bauern das Geld aus der Tasche gezogen wurde anstatt die Gehaelter der Bonzen der Pulvermilchfabrik zu kuerzen und so bessere Preise zu haben als die Konkurrenz.
    Man muss schon die Augen offen haben.

  8. Und dann gibt es ja auch noch Produkte wie „Mama Rico – Knoblauch Aufstrich hausgemacht“, da steht weder ein Herstellungs- noch ein Ablaufdatum drauf, was drin ist steht auch nicht drauf, genauso wenig wo es hergestellt wird, und RUC-Nummer schon mal gar nicht.
    Mal sehen, was der Verbraucherschutz dazu sagt….

  9. Die Supermarktketten duerften diese Lebensmittel wohl schwerlich aus Kulanz zuruecknehmen. Ich hab noch nie davon gehoert dass Jemand in diesem Saftladen von Dritte-Welt-Land etwas Gekauftes zurueckbringen konnte. Vor allem in einem Tante Emma Laden duerfte es schwierig werden mit der Kulanz da die Zulieferer einfach wegbleiben wenn sie vermuten zur Verantwortung gezogen zu werden.
    Bei der Ladenkette STOCK kann ich es mir nicht vorstellen dass die was zuruecknehmen.

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