Abgeordnete billigen Gesetz zur Lebensmittelkennzeichnung

Asunción: Die Abgeordnetenkammer hat mit Änderungen dem Gesetzentwurf zugestimmt, der die obligatorische Kennzeichnung von Warnhinweisen auf verpackten Lebensmitteln festlegt. Das Vorhaben wird nun der Senatorenkammer übermittelt.

Die Abgeordnetenkammer billigte mit Änderungen den Gesetzesvorschlag, “der die Einführung einer Warnkennzeichnung entsprechend ihrer Nährwertzusammensetzung auf der Vorderseite von Lebensmittelprodukten festlegt”.

Der Zweck dieses Projekts besteht darin, den obligatorischen Charakter der frontalen Warnkennzeichnung auf Lebensmitteln festzulegen, die in Abwesenheit des Verbrauchers hergestellt, verpackt und im Inland vermarktet werden.

Gemäß dem ursprünglichen Gesetzentwurf muss die Lebensmittelkennzeichnung nach der Nährwertzusammensetzung von Kalorien, Zucker, Fett, gesättigten Fetten und Natrium erfolgen. Gefordert sind dabei natürliche und juristische Personen, die Lebensmittel herstellen, produzieren und zubereiten.

Die Abgeordnetenkammer schlug vor, den Begriff “kalorienreich“ aus dem Etikett zu streichen, da der Energiebedarf je nach Bedarf der einzelnen Person unterschiedlich ist. Der Änderung wurde ohne Widerspruch zugestimmt.

Laut dem Vertreter aus dem Flügel der Colorado-Partei, Hugo Ramírez, dient die frontale Kennzeichnung dazu, die Gesundheit der Paraguayer zu erhalten. „Oft werden uns Lebensmittel als gesund präsentiert, aber sie sagen uns nicht, wie viel Zucker sie enthalten“, sagte er.

„Die Frontetikettierung wird es uns ermöglichen, ein weltweites Problem zu bekämpfen, nämlich Fettleibigkeit. In den Ländern des gemeinsamen Marktes des Südens (Mercosur) werden diese Maßnahmen schon lange angewandt und führen zu positiven Ergebnissen“, betonte er weiter.

Die Frontetikettierung von verarbeiteten Produkten dient dazu, den Verbraucher auf die Bestandteile des Lebensmittels aufmerksam zu machen, damit er sie beim Kauf berücksichtigt.

Die vorgeschlagene Verordnung hat die Unterstützung des Gesundheitsministeriums, von wo aus darauf hingewiesen wird, dass sie zur Vorbeugung verschiedener Krankheiten beitragen wird.

Wie eingangs erwähnt muss nun noch die Kammer der Senatoren das Projekt absegnen, damit es in Kraft tritt.

Wochenblatt / Ultima Hora

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Europakongress

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9 Kommentare zu “Abgeordnete billigen Gesetz zur Lebensmittelkennzeichnung

  1. Diese Kennzeichnung ist dümmlich und kindisch. Das ein Mensch fett wird, wenn er zu viel frisst, das weiß er sicherlich selber.
    Eine sinnvolle Kennzeichnung würde alle bei der Produktion eingesetzten Pestizide und Fungizide aufzeigen, so das sich der Verbraucher anschließend selbst ausrechnen kann, ab welchem Lebensjahr er an Krebs erkranken wird.
    Über die Kennzeichnung der Tierhaltungsform braucht man in Paraguay sicherlich nicht nachzudenken, weil es sowieso niemandem interessieren würde.

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  2. Das steht schon seit Jahren in 3 dpi-Schriftgröße auf der Rückseite jeder Verpackung. Das Problem ist eher, dass erstens die Wenigstens eine Lupe zum Einkaufen mitnehmen und zweitens nicht jeder Chemiker ist.
    Okay, frage mal zehn Deutsche was Formaldehyd ist. Ich schätze, 7 von 10 wissen wie es entsteht und dass es nicht gesund ist (entsteht bei starker Erhitzung von Stärke wie zB. Chips, Picsas (Pizzas) uä, gilt als krebsfördernd). Frage mal 10 Paragauyaner:*Innen was Formaldehyd sei. Ich schätze, 0 von 10 wissen was das ist.
    Ein weiteres Problem ist, dass viele gesunde Lebensmittel eben trotzdem nicht so gesund sind. Beispiel: Joghurt. Gesund, enthält aber zu viel Zucker.
    Andererseits sind wir ab all den Giften in Lebensmitteln schon längst gestorben.
    Was etwas bringen würde wäre ein beigefügtes Bedienungshandbuch in Form von Gutenbergs Totschlägel zu jedem Lebensmittel beigefügt. Dort drin würde in mindestens 10 dpi-Schriftgröße eine Einführung in Chemie gegeben, sowie die genauen Bestandteile und Komposition der Lebensmittel angegeben. Und ob dies gesund oder ungesund sei. Was allerdings den Einkauf etwas – im wahrsten Sinne des Wortes – erschweren würde.
    Ich bin ja auch kein Chemiker. Will ja nur Zahnpaste kaufen. Doch mit der Lupe kann ich als Bestandteile alles Mögliche an chemischen Fachbegriffen lesen, aber nicht verstehen. Den Begriff “Zahnpaste” suche ich allerdings vergeblich. Frage mich oft, ob da überhaupt Zahnpaste drin ist. Jedenfalls kauft man – wenn man die Kartonschachtel aufgemacht hat – mit Zahnpaste viel Luft. Da haben immer gut zwei Tuben drin platz.
    Aber nicht nur bei Zahnpaste. Bei fast allen Lebensmitteln kauft man vor allem in der Verpackung enthaltene Luft. Z.B. Kartoffelchips. Wird aber nirgends angegeben, dass Müllabfackelluft ungesund sei.
    Fazit:
    Von den Politikern:*Innen wieder einmal nach bestem Wissen und Können sich mit irgend welchem nicht ganz zu Ende gedachten Unsinn beschäftigen. Egal, Hauptsachen, sie haben ein Alibi, wofür der/die/das Steuerzahler:*In sie freiwillig durchfüttern muss.

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    1. Im Weiteren bezweifle ich, dass wichtige Dinge überhaupt angegeben werden. So wird auf Chips, Picsas etc. wohl kauf draufi stehen, wie viel Formaldehyd enthalten ist. Wäre aber wichtig, oder nicht! Stattdessen steht draufi, dass Kartoffeln und Salz enthalten ist. Darauf wäre wohl nie jemand von selbst gekommen. Und zur enthalten Luft schweigen sie auch. Geben bloß das Gewicht der Chips an. Luft ist aber nicht gewichtslos. Die herumzutragende Luft erschwert den Einkauf, verbraucht mehr Kraftstoff und man muss ein Zimmer mehr anbauen. Sind doch alles wichtige Unterschlagungen, die der Konsument wissen müsste? Oder nicht!

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      1. In Chips wird nicht einmal angegeben, dass darin Salz enthalten sei. Da habe es Kartoffeln und Natriumchlorid drin. Muss man auch erst einmal darauf kommen, dass Natriumchlorid das Gleiche wie Salz ist. Demnach muss man also für solche Angaben auf den Verpackungen zu verstehen auch Alt-Griechisch und Latein können. Das ist schon etwas viel verlangt, finde ich.

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    2. Zitat: Okay, frage mal zehn Deutsche was Formaldehyd ist. Ich schätze, 7 von 10 wissen wie es entsteht und dass es nicht gesund ist (…)
      Schön, dass sie ja als schlaffer Willy zu den 3 von 10 gehören, die es nicht wissen. 🙂
      Erhöhte Acrylamid-Gehalte bilden sich beim Braten, Backen, Frittieren oder Rösten ab 120 Grad von stärkehaltigen Produkten, nicht Formaldehyd.
      Tierische und pflanzliche Lebensmittel können auch natürlicherweise Formaldehyd enthalten, welches aus gewebespezifischen Inhaltsstoffen freigesetzt wird. Durch Erhitzen der Lebensmittel wird dieser Wert verringert, da das Formaldehyd dann entweicht.

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      1. Habe ich aber auch geschrieben, dass ich kein Chemiker bin 🙂 War ich wieder zu faul um zu suchmaschineln 🙂 Danke für die Berichtigung 🙂 Muss ich gleich eine Tüte kaufen, um zu sehen, ob die Hersteller die Acrylamid-Werte angeben 🙂

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  3. Das Allerbeste wäre doch, wenn die uns endlich vorschreiben würden, was wir essen und trinken dürfen, und was nicht.
    Und dann den Herstellern vorschreiben, was an Sondermüll enthalten sein muss, um ein sozialverträgliches Frühableben der Konsumenten zu gewährleisten.
    Natürlich dürfen die nicht sterben, ohne vorher einige Jahre lang schwer krank gewesen zu sein, damit die Pharma ihren Reibach machen kann.
    Ach………….
    Das ist bereits so?
    Na dann…………
    *Wer Sarkasmus findet, kann ihn selber in den Mülleimer werfen.*

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