Asunción: Die Abgeordneten haben ein Auskunftsersuchen an das Ministerium für Bildung und Wissenschaft (MEC) bezüglich der Ernennung von Lehrkräften in der Hauptstadt von Paraguay verabschiedet. Konkret werden Daten zu den Ernennungen gefordert, die an Bildungseinrichtungen der Hauptstadt in den Monaten Februar, März und April des Schuljahres 2026 vorgenommen wurden.
Ziel ist es zu klären, warum Fachkräfte als Interimsbesetzungen berufen wurden, während im selben Zeitraum Wettbewerbe zur regulären Besetzung dieser Stellen liefen.
Nach Angaben des Projektverfassers wurden dabei Bewerber ignoriert, die bereits als Gewinner in der Datenbank für qualifizierte Lehrkräfte (Banco de Datos Elegibles) des MEC geführt werden. Sollte sich dieser Sachverhalt bestätigen, wären Lehrkräfte, die formale Auswahlprozesse bestanden haben, zugunsten von Interimsbesetzungen zurückgestellt worden. Dies werfe laut dem Abgeordneten Roberto González, dem Initiator des vom Plenum in der letzten ordentlichen Sitzung verabschiedeten Antrags, ernsthafte Fragen zur Transparenz und Rechtmäßigkeit des Verfahrens auf.
Zu den im Resolutionsentwurf geforderten Punkten gehört, dass das Ministerium die genauen Daten der Ernennungen sowie die Kategorien und Bezeichnungen der besetzten Stellen offenlegt.
Ebenfalls angefordert wurden die Vor- und Zunamen aller zugewiesenen Personen, deren berufliche Profile, die jeweiligen Institutionen sowie die entsprechenden Schichten (Turnos). Darüber hinaus verlangt das Parlament Kopien der relevanten Zertifizierungen und eine vollständige Liste der verantwortlichen Beamten, die diese Ernennungen durchgeführt haben. Das MEC muss diese Anfragen innerhalb einer Frist von 15 Tagen beantworten.
Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv















