Asunción: Der aus den Vereinigten Staaten kommende Privatjet mit dem Kennzeichen NII6HL, der eine Ladung Premium-Marihuana im Wert von 3,6 Millionen US-Dollar auf dem illegalen brasilianischen Markt transportierte, wurde beschlagnahmt und steht nun unter Bewachung auf dem Gelände der paraguayischen Luftwaffe (FAP). Die Staatsanwaltschaft hat die Beschlagnahmung des Flugzeugs beantragt, worüber das Gericht entscheiden muss. Der Fall dieses Flugzeugs amerikanischer Herkunft sorgt weiterhin für Kontroversen darüber, wohin die beschlagnahmten Drogen gebracht werden sollten und wer der Eigentümer der Ladung ist – Fragen, auf die die Staatsanwaltschaft derzeit Antworten sucht. In den Fall verwickelt sind der Technologieunternehmer Keith Siilats – Mitbegründer des Mikromobilitätsunternehmens Bolt – und sein Co-Pilot Jabari Stephan Brown, der im Jahr 2025 durch den Gewinn eines Jets in einer Reality-Show bekannt wurde.
Drei Festnahmen
Das luxuriöse Flugzeug kam am Wochenende mit fünf Besatzungsmitgliedern in Paraguay an. Weder der Pilot (Siilats) noch der Co-Pilot (Brown) sind angeklagt – lediglich die drei Passagiere: Marisol Rivas, Troy Anthony Vásquez und David Thomas Wise.
Der Pilot verließ das Land überstürzt genau in dem Moment, als die paraguayische Staatsanwaltschaft seine Festnahme anordnete. Er hielt sich nur zwei Stunden in Paraguay auf und kehrte mit einem Linienflug nach Miami zurück.
Was den Co-Piloten betrifft, so wurde er aus den Ermittlungen herausgenommen, obwohl er zunächst festgenommen worden war. Er erklärte gegenüber der Staatsanwaltschaft, keine Kenntnis von dem Vorfall gehabt zu haben, kooperierte, indem er seine elektronischen Geräte übergab, und legte Dokumente vor, die belegen, dass er lediglich für die Begleitung des Fluges angeworben worden war.
Im März dieses Jahres hatte David Wise den Privatjet von einem US-Unternehmen mit Sitz in Kalifornien gemietet. Der Leasingvertrag wurde auf einen Wert von 91.485 US-Dollar festgesetzt, „mit einer Laufzeit von April bis September 2026“, wie die Staatsanwältin Ingrid Cubilla bestätigte.
Ankunft des Jets
Wie die Staatsanwältin detailliert ausführte, startete das Flugzeug in Kalifornien und legte in Panama einen Zwischenstopp zum Auftanken ein. Von dort aus flog es direkt nach Paraguay und landete auf dem internationalen Flughafen Silvio Pettirossi in Asunción.
Es handelte sich nicht um einen Geheimflug. Bei der Ankunft wurde die Ladung in einen Minivan umgeladen, doch das Personal des privaten Hangars schlug Alarm, damit die Fracht überprüft wird. „Angesichts der Weigerung des amerikanischen Staatsbürgers wurde die Luftwaffe hinzugerufen“, berichtete Cubilla.
Kurz darauf trafen sowohl die Staatsanwaltschaft als auch das Nationale Antidrogen-Sekretariat (Senad) ein und stießen auf das Marihuana. Sie fanden 262 Kg Marihuana mit einem hohen THC-Gehalt (allgemein bekannt als Haschisch). Die Ladung war auf acht schwarze Taschen verteilt, die im hinteren Teil des Flugzeugs versteckt waren. Diese Version widerspricht der vorherigen, nachdem ein Passagier am Samstagmorgen zum Flughafen zurückkehrte und Teile der Ladung mit ins Hotel nehmen wollte.
Passagier war derjenige, der den Jet mietete
Im März mietete der Unternehmer David Thomas Wise einen Privatjet von einer US-Firma. Der Leasingvertrag wurde auf einen Wert von 91.485 USD festgesetzt, „mit einer Laufzeit von April bis September 2026“.
Drei US-Amerikaner müssen in Paraguay ins Gefängnis
Die Richterin für organisierte Kriminalität ordnete die Untersuchungshaft für die US-amerikanischen Staatsbürger Marisol Rivas, Troy Anthony Vásquez und David Thomas Wise an – allesamt Passagiere des Privatjets, der mit 262 Kilo Premium-Marihuana im Land gelandet war.
Die Magistratin verhängte die Untersuchungshaft für Vásquez und Wise im Centro Nacional de Prevenidos (ehemaliges Nationalgefängnis von Tacumbú), während die Frau im Gefängniskomplex für inhaftierte Frauen in Emboscada (Comple) untergebracht wird.
Die US-Bürger, gegen die in unserem Land wegen Besitzes und internationalen Drogenhandels ermittelt wird, erschienen Montagmittag zu ihrer Anhörung zur Festlegung von Präventivmaßnahmen. Dem ging ein Antrag der Antidrogen-Staatsanwältin Ingrid Cubilla voraus, sie in Haft zu nehmen, da die Beweislast hoch ist und sie über keinerlei Bindungen (Wohnsitz/Verwurzelung) im Land verfügen.
Hierbei handelte es sich um die Passagiere an Bord des Privatjets, der auf dem Flughafen Silvio Pettirossi landete und versuchte, acht Pakete Marihuana mit hohem THC-Gehalt auszuladen. Ihre Festnahme in zwei Hotels in Asunción war das Ergebnis von Geheimdienstaktivitäten und Informationsaustausch, die im Rahmen der Operation Programa Colibrí durchgeführt wurden.
Wochenblatt / Última Hora















