Abholzung bedroht Tierwelt im Chaco

Fuerte Olimpo: Laut der Organisation ONG Guyra Paraguay wurden im Gran Chaco allein nur im Mai diesen Jahres 18.278 Hektar Wald gerodet. Ein großer Teil davon in Paraguay, im Departement Alto Paraguay. Für Wildtiere wird der Lebensraum immer enger.

Die Abholzung schreitet kontinuierlich voran. Es gibt keine wirklichen Kontrollen der zuständigen Institutionen wie dem Umweltsekretariat Seam oder dem Nationalen Institut für Forstwirtschaft Infona. Sie könnten den Erhalt der letzten Waldreserven in Paraguay sicherstellen. Zudem wäre ein Überleben der Wildtiere garantiert, denn sie hätten ein Rückzugsgebiet. Eines der am meisten bedrohten Arten ist der Jaguar.

Es gibt keine exakten Daten über den Bestand der Wildkatze im Alto Chaco. Es wurde ein Plan zu Erhebung entwickelt, der von 2017 bis 2027 existiert. Im Mai war die Rede davon, dass etwa 300 bis 500 Jaguare in ganz Paraguay leben sollen.

Es gibt aber aber eine weitere dunkle Seite. Viehzüchter bezahlen zum Schutz ihrer Rinder- oder Schafherden bis zu 1,5 Millionen Guaranies für jeden toten Jaguar. Jedoch wenn die Entwaldung nicht gestoppt wird, verliert die Raubkatze ihre natürliche Beute in der Nahrungskette und sucht sich anderweitige Alternativen.

Die Landwirte behaupten, dass sie die Erlaubnis einer rationellen Nutzung ihrer Ländereien im Einklang mit der Seam und der Infona erfolge. Somit seien die Auswirkungen auf die Umwelt im Chaco minimiert.

2005 gab es im Alto Chaco 400.000 Kopf Vieh, aktuell sind es 1.600.000.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Abholzung bedroht Tierwelt im Chaco

  1. Umweltsekretariat Seam und Nationales Institut für Forstwirtschaft Infona, da wo die fähigen Leute Paraguays ähm arbeiten.

  2. Freunde, die SEAM ist so überbeschäftigt, dass einfach keine Zeit bleibt, die Massenrodungen zu kontrollieren.
    Es muss die 284. Studie zum Lago Ypacarai „überwacht“ werden, und zwar wie sich die Sonneneinstrahlung auf die Population des Phytoplankton bei 67° Einstrahlwirkung auswirkt – und ob das eventuell die Nahrungskette im See beeinflussen könnte.
    Da bleibt keine Zeit auf die Waldrodungen – AUSSER wenn ein Ausländer unangemeldet (=nicht gezahlt hat) 2 Bäume auf seinem Grundstück gefällt hat oder einen dieser grünen Papageien unangemeldet zu Hause hält. Das muss natürlich hart geahndet werden.

    Die Massenrodungen können nur gestoppt werden, wenn noch mindestens 250 Leute neu angestellt werden – aber ohne Garantie, schliesslich ist die EPP noch unterwegs, da bleibt man lieber in Asuncion und guckt sich auf Google Earth den Fortschritt an.

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