Ablehnung von Dollar in bar bleibt bestehen

Asunción: Jetzt, wo der US-Dollar mehr Wert ist als der Euro, wo viele auch mit ihren Dollar bezahlen wollen, spürt man die Ablehnung vieler Geschäfte und Banken besonders stark in Paraguay. Woran liegt das?

Die Ablehnung von Dollarnoten der alten Serie (weiße Serie 1990) wird seit einiger Zeit kritisiert, obwohl sie noch gültig und gesetzliches Zahlungsmittel sind. Die 100-US-Dollar-Einheiten sind bei dieser Politik der Diskriminierung am häufigsten betroffen, da sie am meisten nachgefragt werden. Gleichzeitig wurde der Schwarzmarkt angeheizt, um diese US-Dollar zu einem niedrigeren Kurs umzutauschen.

Wenn beispielsweise der aktuelle Wechselkurs in einer Wechselstube 6.950 G. beträgt, werden sie auf der Straße für viel weniger als ihren Wert von 6.000 G. oder 6.500 G. umgetauscht, was die Gewinne des informellen Marktes nährt.

Banknoten in perfektem Zustand

Aber auch die neuen (blauen) Banknoten werden nach Angaben des paraguayischen Bankenverbands (Asociación de Bancos del Paraguay) durch die restriktive Politik der Banken diskriminiert. Sie sollten in praktisch perfektem Zustand sein, wenn getauscht werden.

Emil Mendoza, Leiter des Verbandes der Wechselstuben, sagte, dass die Wechselstuben gezwungen sind, Banknoten zurückzuweisen, die fleckig, gestempelt oder beschädigt sind, weil die Banken diese Banknoten nicht zur Einzahlung annehmen. Auf unserem Markt will niemand diese Dollars kaufen, denn in unserem Fall müssen wir diese Scheine bei den Banken hinterlegen.

Sie bitten um die Erlaubnis zur Ausfuhr von Banknoten

Laut Mendoza gibt es ein Projekt, das die Vereinigung der Wechselstuben Paraguays der Zentralbank Paraguays (BCP) vorgelegt hat, um Dollar-Banknoten in bar exportieren zu dürfen.

Er wies darauf hin, dass diese Tätigkeit (Ausfuhr physischer Banknoten) derzeit aufgrund einer Bestimmung des BCP nur von Banken durchgeführt wird, obwohl das Gesetz über die Wechselstuben ihnen die Durchführung solcher Geschäfte gestattet.

Er sagte auch, dass es in unserem System Wechselstuben gibt, die Konten im Ausland haben, die diese Operationen sehr wohl durchführen könnten, und dass in den USA diese Banknoten ohne Probleme angenommen werden; aber bis jetzt hat es keine Reaktion von der Zentralbank zu diesem Thema gegeben.

Mendoza zufolge wäre die Erlaubnis, die aus ihren Geschäften stammenden Bargelddollars zu überweisen, eine Lösung für ein soziales Problem für Menschen, die diese Banknoten aus dem Ausland mitbringen und keine Möglichkeit finden, sie im Inland umzutauschen oder zu handeln.

Es ist eine Situation, die sich oft mit Touristen wiederholt, die ihre Dollars nicht wechseln können, und jetzt, da die Odesur-Spiele bevorstehen, wird diese Situation noch sichtbarer werden, bedauerten sie.

Wochenblatt / Abc Color

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6 Kommentare zu “Ablehnung von Dollar in bar bleibt bestehen

  1. Dieses Dollar-Theater ist anscheinend auch in anderen südamerikanischen Ländern üblich. Glücklicherweise ist es mir gelungen, meinen alten-Dollar-Barbestand ohne Verluste gegen “blaue” und “glatte” umzutauschen. Diese “Politik” ist mir unverständlich. Man kann die alten Dollar-Noten nur außerhalb Südamerikas verwenden, Ob es bald verboten sein wird, schmutzige, beschädigte und schlecht riechende Guarani-Scheine zu benutzen?

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  2. Heute Freitag aufgestanden, festgestellt ist erst Dienstag

    Was hierzulande alles in Guaranie PYG – was schon mal von einer Kuh viermal durchgekaut wurde – noch zur Zahlung angenommen wird. Da kann wohl kein Dollar mithalten.

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  3. Dollars exportieren – was für ein Mega-Irrsinn. Weswegen wurde das überhaupt bestimmt?
    Nehme mal an Geldwäsche. Hat ja einen Riesennutzen wie man sieht. Nur der Kleine Mann ist mal wieder das Opfer von solch einer Politik.

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  4. Reichsmarschall Uscho van der Laien

    Wenn Dollars außer Landes gehen dürfen so wird die Geldwäsche erstmal richtig angeheizt. Praktisch jede “Wechselstube” dürfte einem anderen Mafiosi gehören der in Drogen unterwegs ist.
    Dollarnoten kann man problemlos in den Kooperativen tauschen für sogar einen besseren Wechselkurs als bei den Banken. Ich wollte mal einen 100 Dollarschein bei einer Bank wechseln die diesen aber nicht annahm da jemand da mit einem Kuli einen Punkt drauf gemacht hatte. Ein anderer Dollarschein hatte eine eingeknickte Ecke. Keine Chance bei den Banken. Bei der Kooperative problemlos sofort gewechselt. Ich meine, da kennt man mich ja und weiß daß ich Zuhause nicht eine Geldfälscherwerkstatt betreibe.
    Peru und Kolumbien sind die größten Dollarblüten Hersteller der Welt wo das Falschgeld schon echt kaum von echten Dollars zu unterscheiden ist. Irgendwie müssen ja die Drogengelder gewaschen werden. Bekommt man das Geld das die Dealer für die Drogen nicht aus den USA raus so druckt man sich das Geld halt schnell selber.
    Wechseln sie das bei den Kooperativen der Mennoniten – das funktioniert immer wenn sie eine Reputation als Ehrenmann haben.
    Das mit diesem Dollartheater wird so gemacht weil es in Peru und Kolumbien beim Kubikmeter gefälschte Dollarhunderter gibt. Die könnten schnell den ganzen Markt hier überschwemmen. Schon heute wird jeder Dollarschein penibel mit der UV Lampe nach kleinste Fehler abgesucht.
    Sie nehmen nicht Dollar an weil Südamerika der größte Fälscher dieser Währung ist. Und zudem ist ja die paraguayische Währung so stark und recht stabil eben weil in diesem Land die Zentralbank die einzige Institution ist die wirklich gut funktioniert. Die Stabilität des Guarani ist eben Hauptsache. Lassen sie sich doch ihre Rente in Guarani auszahlen – da haben sie nicht das Problem.

  5. Mein berufliches Ziel? Freit AG

    Es sind hierzulande grundsätzlich keine Dollars und Schecks anzunehmen. Dadurch hat man nur Umtriebe. Wenn Ihnen jemand etwas bezahlen soll, dann soll er seine Dollars oder Schecks in PYG umtauschen.

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