Acht Personen meinen sie stehen über dem Rest der Bevölkerung

Ciudad del Este: Als Repräsentanten der Einwohner der Stadt wollen sich Stadtratsmitglieder des neuen Bürgermeisters sowie der Personalchefin entledigen. Der Grund, sie wollen nicht auf ihre “Planilleros“ verzichten.

Genau genommen kommt es seit vorgestern zu einer Revolution im Osten des Landes. Die Stadtverwaltung, die seit mehr als einem Jahrzehnt als Politbüro der ANR genutzt wurde und sinnlos tausenden rückgratlosen Menschen Lohn oder Arbeit gab, bekommt nun zu spüren, wie der Stand der Zeit ist.

Heute zeigten die acht Stadtratsmitglieder Perla Rodríguez de Cabral (ANR), Lilian González de Aguinagalde (ANR), Juan Ángel Núñez (ANR), Miguel Coronel (ANR), Nery Chávez (ANR), Alejandro Zacarías (ANR) Javier Bernal (PLRA) und Celso Miranda “Kelembu” den neugewählten Bürgermeister Miguel Prieto wegen schlechter Amtsausübung an, weil dieser veranlasste wenigstens 400 Planstellenbesetzer ohne Arbeit zu feuern. Zudem forderten sie die Personalchefin, Yolanda Paredes, Ehefrau von Paraguayo Cubas, aus ihren Pflichten zu entlassen, da sie die Planstellenbesetzer verbal beleidigt hätte.

Mit der Begründung, dass alle das so machen erschleichen sich Stadtratsmitglieder wie Lilian González de Aguinagalde Macht durch die Verteilung von Arbeitsstellen, die gut bezahlt werden.

Ein Umdenken in der politischen Elite wird notwendig, sodass man einen Volksvertreter für seine Arbeit entlohnt und dieser von seinem üppigen Gehalt Berater einstellen kann, jedoch nicht auf Kosten des Staates.

Wochenblatt / Abc Color

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7 Kommentare zu “Acht Personen meinen sie stehen über dem Rest der Bevölkerung

  1. Soziale Frieden adaptiert auf Bananastan

    Als „täglich 3 Stunden Grundschule abgeschlossen Politiker“ ist es doch eine super Idee allen Amigos eine Arbeit zu geben. Besser als dass diese arbeitslos wären und nichts tun. Immerhin wurde hierzulande der Soziale Frieden adaptiert auf Bananastan erfunden. Das ist doch fortschrittlich.

  2. Das was in Paraguay im Kleinen läuft funktioniert in Europa im grossen Rahmen. In Paraguay kostet das den arbeitenden Teil der Bevölkerung 10 % bis 20% ihres Einkommens, in Europa kostet es ueber 50 des Einkommens.Heinz

    1. Die Sache ist noch viel schlimmer @Heinz. Die Leute werden gelinkt und merken es nicht einmal. Eine Berechnung der Abgaben für einen Ledigen bei (Lüge) €4500 brutto sieht so aus:

      Nettolohn 2.715,51
      Lohnsteuer 841,58
      Solidaritätszuschlag 46,28
      Summe der Steuern 887,86
      9,300% Rentenversicherung 418,50
      1,250% Arbeitslosenversicherung 56,25
      7,850% Krankenversicherung 353,25
      1,525% Pflegeversicherung 68,63
      Summe Sozialversicherung 896,63
      Bruttolohn 4.500,00
      Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung
      9,300% Rentenversicherung 418,50
      1,250% Arbeitslosenversicherung 56,25
      7,850% Krankenversicherung 353,25
      1,525% Pflegeversicherung 68,63
      Gesamtbelastung Arbeitgeber 5.396,63

      Also ab 4500 brutto und darüber, hat man eine Abgabenlast von 50% und dann aufwärts, weil das wahre Brutto des Arbeitnehmers mit „Gesamtbelastung Arbeitgeber“ bezeichnet wird. Letzterer ist in der Regel nicht produktiv tätig, sondern alles was an Geldern in die Firma kommt, wird von den Arbeitnehmern erarbeitet. Das mit dem Arbeitgeberanteil ist also eine glatte Lüge. Auch die ganzen Versicherungen und die Steuern sind Betrug.
      Von diesen €2715,51 netto muß der Kollege aber auch noch das Dach über dem Kopf, Energie und Wasser bezahlen. Alles dies sind Abgaben, weil alles drei, und darüber sollte man ganz genau nachdenken, Menschenrecht sind, aus einer ethischen Sichtweise heraus. Kollege muß sich ja auch bewegen, zur Arbeit, KFZ und Mineralölsteuer fallen an. Überhaupt auf alles was er kauft sind 19% Steuer drauf und noch viel mehr drin. In jedem Produkt sind auch die Abgaben schon drin, welche dem Arbeitnehmer des Herstellers abgezockt wurden. Dazu kommen noch Zinsen und Zinseszins welche auch in den Produkten sind. Viel drin, man bekommt was für sein Geld. Früher gab es den Zehnten welchen man abgeben mußte, heute muß man von ihm „leben“.

      1. Wenigsten mal einer, der rechnen kann!

        Bravo. Denn den „Arbeitgeberanteil“ muss man dem Arbeitnehmer zurechnen, denn der muss ihn verdienen, bevor der Arbeitgeber den Lohn zahlen kann.

        Und wenn dann die Mehrwertsteuer abgezogen ist, fehlen dem armen Lohnsklaven schon wieder 12…17%-Punkte vom verbleibenden Nettolohn.

        Wir sind hier alle im Perpetuum Mobile für den Euro und merken es nicht einmal; mich ausgeschlossen.

    2. Genau das hab ich auch gedacht. Dort wird gleich automatisch un großzügig vom Konto abgezogen. Kleinunternehmer sein macht dort grad gar keinen Spaß, irgendein Zertifikat kostet gleich tausende €€€. Hier gibt es noch mehr Freiheit. Sobald der Staat zu viel Macht an sich reißt wird alles nur schlimmer. Die Menschen werden unselbstständig, Korruption ist Tür und Tor geöffnet.

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