Aktuelles Bildungssystem generiert nur Armut

Asunción: Präsident Cartes versprach den Schülern der Oberstufe 6,4% des Bruttoinlandsproduktes für Bildung in 2018. Allerdings hielt ernicht sein Wort. Es blieb bei 3,9%, was statistisch zu Armut führt, wie ein Experte erklärt.

Der US-Amerikaner Robert Kiyosaki, der heute um 18:00 Uhr eine Konferenz im Conmebol Convention Center hält, hielt einige mahnende Worte für den Bildungssektor bereit.

Das traditionelle Bildungssystem, welches keine finanzielle Bildung inkludiert ist ein Fehler. Die zukünftigen Autoritäten werden in Schulen ausgebildet. Wenn diese keine Bildung im Umgang mit Finanzen haben, lernen diese dann wie Verbrechen und Korruption funktionieren. Dies ist ein Faktor, weswegen die Schere zwischen Arm und Reich danach so groß ist.

Kiyosaki, der sich als Kapitalist definiert, erklärte weiter, dass die Bildungssysteme weltweit nur dafür taugen einen Beruf zu bekommen und nicht wie man mit Geld umgeht oder wie man zu mehr kommt. Mit anderen Worten instruieren sie die Menschen einen Monatslohn zu bekommen und nichts weiter.

Er fügte hinzu, dass wenn die Lehrer anhand von guten Noten einem sagen, dass man erfolgreich wird, ist das eine Fehleinschätzung. Den Banken und Finanzdienstleistern ist egal wie man in der Schule war oder welche Noten man hatte. Er selbst war auch nie ein guter Schüler und ist trotzdem Millionär geworden.

Der japanisch-stämmige Geschäftsmann ist sich sicher, dass die armen Leute nur deswegen arm sind, weil sie immer nur einen Monatslohn bekommen. Wer reich sein will muss proaktiv sein und eigene Geschäfte haben, eine Geschäftsmann sein und kein Angestellter.

Man braucht nicht viel Geld haben, ein Millionär sein oder ein Krimineller um das zu schaffen. Man kann auch reich werden während man die Gesetze respektiert. In Paraguay gibt es gute Gelegenheiten um Reichtümen anzuhäufen. Dies wegen den Ressourcen und der jungen Bevölkerung, was das Land hat. Dafür muss aber das Bildungsmodell modifiziert werden.

Alleingänger werden meist nicht Reich. Sie haben ein gutes Team, was dabei hilft. Deswegen ist Teamwork wichtig. Dadurch wird das ganze Team reich, so Robert Kiyosaki.

Wochenblatt / Última Hora

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6 Kommentare zu “Aktuelles Bildungssystem generiert nur Armut

  1. Wie recht der Mann hat, wie ich finde. Das Geld das der Staat in Bildung investiert ist schon ein Minimum. Hier in Paraguay ist nicht einmal das vorhanden.
    Die Englischlehrerin sei alt und man verstehe sie kaum, sagt mir die Tochter. Und versteht kein Wort Englisch, obwohl sie eine der besten Privatschulen (Colegio CELA) besucht. Sie wird einmal Krankenschwester, vielleicht sogar Ärztin.
    Wie wird unser Gehirn mit Botenstoffen belohnt, die glücklich machen, wenn wir etwas verstehen. Auch im hohen Alter. Z.B. ein Instrument lernen. Jemand erklärt einem etwas, was man nie richtig verstanden hat, einfach, man versteht es endlich.
    Doch den halben Tag zur Schule gehen zu müssen und den Rest des Tages kleine Schwester und Brüder zu hüten, das ist nun wirklich kein Leistungsdruck. Druck mögen die Menschen hier in Paraguay überhaupt nicht. Und so ist das in Paraguay. Die Menschen verbringen den Tag damit, was für mich ein Tag mit voller Langeweile hinter mich gebracht zu haben wäre.
    Die Paraguayer haben gelernt nicht einen Finger zu krümmen, wenn keine Plata in Aussicht steht, so meine Einschätzung. Und dies muss 10:1 zum Aufwand stehen, sonst lebt man lieber arm aber glücklich vor sich hin.
    Naja, Bill Gates hat damals auch sein Uni-Studium abgebrochen, um Microsoft zu gründen und es zum reichsten Mann der Welt gebracht. Beste Voraussetzungen.
    Da gibt es ja noch Senete-Glückspiel, da kann man, wenn man 500 Jahre lang wöchentlich mitspielt eine Mikrowelle gewinnen, die Chancen sind dazu hoch und der Aufwand ist klein.
    Ich kenne nicht alle Lehrer, doch die, die ich kenne, au weia. Da wäre Harald Glückner das bessere Vorbild, wenn er nicht schon nicht ganz freiwillig durch das Licht hätte müssen. Die Lehrer die ich kenne können Feuer machen. Der Kinderspielplatz sieht aus wie ne Müllhalde, da muss man Feuer machen können, nachdem man Zeit gefunden hat den ganzen Müll zu einem Häufchen zu schichten.
    Habe mal einer Lehrerin die Warmwasser-Formel aufgeschrieben, doch sie hat es nicht kapiert (Wie viel y Liter warmes Wasser von r Grad muss ich zu x Liter kaltem Wasser bei s Grad hinzugeben, um z Grad Mischwasser (zB. 30, 40, 60 Grad) für meine Waschmaschine zu erhalten). So wäscht sie hat immer noch mit kaltem Wasser. Aber sie weiss eh schon alles, da muss nichts mehr dazu gelernt werden, sie ist schließlich Lehrerin.
    Nein, sorry, es mag ja 2-3 kluge Köpfe geben im Land. Und dies nicht gemessen am Bestehlen und Linken. Bis in die oberste Etage geht es hier in Paraguay nur darum möglichst viel in die eigene Tasche zu wirtschaften. Diese Leute haben ihr Pöstchen sind aber völlig falsch am Platz, ein Job als Hilfsmüllabfuhrangestellten wäre passender. Leider findet man im Land wohl nichts gebildeteres – es ist zu heiß, zu kalt, hat keine Lust oder der Focus fehlt gänzlich, um etwas zu lernen – und man muss nehmen was man bekommt.
    Ein Trost bleibt den jungen Menschen: Sie können es auch mit einer Ausbildung, vergleichbar einer europäischen Schule für leistungsschwache Schüler, noch bis ganz nach oben schaffen.

  2. Ich finde der Herr macht es sich ein bisschen zu einfach zu sagen, dass die Paraguayer arm sind weil sie nur einen Monatslohn bekommen.
    Paraguay hat eine Art Kastensystem, wo die Armen dumm bleiben (muessen) und die Reichen immer reicher. Man gibt ja den Armen kaum eine Chance es zu etwas zu bringen. Ein absolutes Scheisssystem.

    Herr Kiyosaki meint auch, dass wer reich sein will, muss Geschaeftsmann sein und kein Angestellter. Er vergisst aber auch, dass es dazu, eigentlich in jeder Branche, Leute braucht, die die „Drecksarbeit“ machen. Oder soll ein Geschaeftsmann investieren und gleichzeitig Stromkabel in seinem Investitionsobjekt verlegen?

    1. Weil hier ist es am einfachsten an einen aufenthaltsbewilligung zu kommen und viele denken in einen drittweltland kann man von der rente gut leben. Aber das eine drittweltland auch gewisse nachteile hat, deshalb ist es so günstig da zu wohnen, haben die wenigstens gedanken gemacht. Nun leben sie in einen von korruption und grossgrundbesitzer missbrauchten Land, wo die grossteil die bevölkerung um tägliches überleben kämpfen muss, wo die menschen absichtlich „dumm“ gehalten werden, und die leute die hier als rentner sich bequem gemacht haben, vergleichen PY mit Deutschland – in jedem index sind welten zwischen diese länder, egal um welchen index /korruption, schulausbildung etc/ es sich handelt. Aber hauptsache man hat 350 tage sonne, und man lebt in einen billigen land.

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