Alles hat seinen Preis

Asunción: Eine Abgeordnete versuchte etwas Licht ins Dunkel der Verhandlungen zu bringen und erklärte, dass sich diverse Kollegen wegen ein paar Posten wieder Mario Abdo zugehörig fühlten, während einige Cartes Anhänger ihren Chef stark kritisieren.

Der Abgeordneten Celeste Amarilla Viuda de Boccia ist zu Ohren gekommen, dass Cartes seit dem heutigen Morgen nur erreichen wollte, dass Carlos Arregui seinen Posten als Minister des Sekretariats zur Bekämpfung der Geldwäsche (Seprelad) wieder verliert. Sollte sich dies in den nächsten Tagen bewahrheiten, dann weiß man was Abdo Cartes gab, damit dieser seine Unterstützung zurückzieht.

Auch wenn auf mehreren Ebenen verhandelt wurde, wußten wenigstens Del Pilar Medina (Abgeordnete) und Sergio Godoy (Senator) als treue Cartes Anhänger nichts davon, dass man die Unterstützung für das Impeachment wieder zurückzieht. Sie gingen soweit und kritisierten Cartes scharf, da es keine Logik dahinter gäbe.

Amarilla hingegen erfuhr, dass viele Kollegen aus ihrer Partei, die erst für ein Amtsenthebungsverfahren waren, dann einen Rückzieher gemacht haben, weil sie einen Posten oder ein Geschäft versprochen bekommen haben. Amarilla bat schonmal einen Ersatz für sie zu finden, da sie keine Lust mehr hat in einer Clique wie dem Kongress Dienst zu tun, wo jeder für einen Job sich gewissenlos verkauft.

Sergio Godoy artikulierte sich folgendermaßen: “Wir hinerlassen den Eindruck von Idioten. Ich bin enttäuscht und glaube HC liegt falsch“.

Wochenblatt / Twitter / Abc Color

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4 Kommentare zu “Alles hat seinen Preis

  1. Kuno Gansz von Otzberg

    Na was! fuer 40 Millionen im Monat wird die Dame doch wohl weiter da Wurzeln schlagen – ansonsten hat man ja auch kein Problem die eigene Oma zu verkaufen fuer ein paar Kroeten.
    Sowas nennt man klassischerweise einen „Kuhhandel“. Der Verkaeufer weiss genau um die Schwaechen des Viechs um, die aber im inneren verborgen sind die der Kaeufer von aussen nicht sieht – dem Tier ins Maul und die Zaehnchen studierend schauen, gibt eben nicht „das ganze Evangelium“ preis.
    In Paraguay schachert man um Poestchen und zugeschanzte Ausschreibungen und Geschaefte – in Deutschland schachert man auch um etwas, wohl um Einflussnahme der Agenda „wo’s lang geht“ (Gruenen, usw.). Dasselbe nur in anderen Fascetten.
    Andererseits, wenn der Fehler korrigiert wurde, weshalb dann den ismaelitischen Esel (Abdo) davonjagen? – der Esel dient dazu die politischen Schlaege und generellen Unmut wegen dem wirtschaftlichen Downturn aufzufangen. Cartes Entscheidung ist vollkommen nachzuvollziehen – so sonnt er sich im Licht des gnaedigen Wohltaeters und hat trotzdem sein Hauptziel erreicht. Den Politiker und Raenkeschmied in ihm darf man ihm nicht abstreiten.

    1. Cartes ist einer der wenigen, welcher das „Spiel“ beherrscht und gestaltet. Whisky hat halt auch was gutes.

  2. Christian2005

    Wie man an der vorgehenden Kommentaren sieht, wird ein gerissener korupter Politiker auch noch bewundert?
    Wie soll sich da jemals was ändern?

    1. Kuno Gansz von Otzberg

      Soviel Radau gabs unter Cartel nicht. Es bedarf halt eines Diebes um einen anderen Dieb zu ertappen: wie Trump der das Spiel der Chinesen durchschaut und Gegenmassnahmen ergreift – die schon laengst ueberfaellig waren.
      Auch bei den Mennoniten kommen nie ganz astreine Personen in das Oberschulzenamt „da man als Korrupti halt besser kann mit anderen Korruptis“ – bist du nicht gleichgesinnt mit der Politikerkaste, so hauen sie dir die Tuer vor der Nase zu und man sitzt da als Ehrlicher Weltverbesserer alleine auf dem Ast wie eine Taube beim Taubenschiessen.
      Der Segen Gottes ist bei den Juden und Christen – nicht bei anderen. Darum!